Gefährlicher Virus erzeugt Darmkrebs

Jedes Jahr sterben etwa 24 000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Obwohl die Sterblichkeit nach einer Erkrankung jetzt weitaus geringer ist als vor 20 Jahren, bleibt die Gefahr, der aggressiven Krankheit zum Opfer zu fallen, immer noch hoch. Selbst Hollywood-Stars, wie der neulich verstorbene James van der Beek († 48) werden nicht von Darmkrebs verschont, und die Forschung arbeitet seit Jahren an Lösungen, die sowohl die freiheitliche Erkennung als auch die Heilung und Rekonvaleszenz verbessern. Jetzt ist dänischen Forschern ein Durchbruch gelungen. Demnach soll Darmkrebs in den meisten Fällen das Resultat einer Virusinfektion sein, über die sich die Betroffenen noch nicht einmal im Klaren sind. 

Virus greift Bakterien an 

Gemäß Untersuchungen der Universität Süddänemark und des Universitätsklinikums Odense, deren Resultate gerade in der Fachzeitschrift „Communications Medicine“ veröffentlicht wurden, stehen natürliche Bakterien in der Darmflora in Gefahr, von einem bisher unbekannten Virus befallen zu werden. Der Virus ist besonders prävalent bei Patienten, die zuvor eine Blutvergiftung erlitten haben. Die Forscher analysierten hierbei die Gesundheitsdaten von zwei Millionen Bürgern und entdeckten hierbei, dass Krebspatienten von einer hohen Anzahl an Viren befallen waren. Mithilfe von europäischen, amerikanischen und asiatischen Stuhlproben von Krebspatienten, die den Forschern zur Verfügung gestellt wurden, konnte der Virus isoliert werden. Am schwierigsten erwies sich jedoch nicht die Suche nach dem Virus, sondern die Erkennung, welche der Millionen an Bakterien im Darm angefallen werden. 

Gesunder Lebenswandel kein ausreichender Schutz 

Besonders besorgniserregend bei den Forschungsergebnissen ist die Schnelligkeit, mit der sich der Darmkrebs nach der Viruserkrankung entwickelt. In den meisten Fällen hatten die Patienten innerhalb von nur wenigen Wochen nach der Blutvergiftung bereits Darmkrebs entwickelt. Die Erkenntnisse der dänischen Forschung können zwar im Augenblick noch keine Ansätze zu einer Vorbeugung oder Heilung der aggressiven Krebsart bieten, helfen aber bei der Früherkennung, insbesondere bei Patienten mit Blutvergiftungen. Sie geben auch eine wichtige Antwort auf die Frage, warum auch Menschen mit einem gesunden Lebenswandel von Darmkrebs betroffen sein könnten. Experten in der Behandlung empfehlen dennoch, zur Vorbeugung gewisse Maßnahmen im Lebenswandel vorzunehmen. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, der Konsum von ausreichend Ballaststoffen und natürlich: nicht rauchen. 

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Alexander Grünstedt