Brücken-Katastrophe-Italien

Brücken-Katastrophe: Italiens Innenminister deutet Mitschuld der EU an

Autos krachten in die Tiefe, nachdem einer der drei Pylonen der Autobahnbrücke „Ponte Morandi“ scheinbar ohne Vorwarnung in sich zusammenfiel. Italiens Innenminister sieht die Haushaltsregelungen der EU in der Mitschuld.

In der italienischen Hafenstadt Genua ist eine vierspurige Autobahnbrücke eingestürzt. Dabei stürzten 38 Fahrzeuge in die Tiefe: 35 PKW und drei LKWs. Es seien mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr. BILD-Recherchen zu Fogle war die 45 Meter hohe Brücke baufällig, gerade erst wurden Bauarbeiten gestartet.

BILD-Aufnahmen vor Ort:

Italien müsse sicher gemacht werden, sagte Italiens Innenminister Matteo Salvini zu Reportern. „Wenn es ausländische Verpflichtungen gibt, die uns davon abhalten, das für die Sicherheit der Autobahnen benötigte Geld auszugeben“, so Salvini, dann „müssen wir uns fragen, ob wir diese Verpflichtungen weiterhin respektieren oder die Sicherheit der Italiener an die erste Stelle stellen“. Er bezieht sich damit auf die Stabilitäts- und Schuldenregeln der EU und fügt hinzu: „Natürlich werde ich die zweite Möglichkeit wählen.“ Weiterlesen