Union will Überprüfung des Waffenrechts

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) hat nach der Gewalttat von Hanau eine Überprüfung des Waffenrechts angekündigt. „Wir werden sehr genau prüfen, ob aus dem schrecklichen Massaker in Hanau waffenrechtliche Konsequenzen zu ziehen sind“, sagte der Innenexperte der „Welt“ (Freitagausgabe). Ziel sei es, „mehr Sicherheit im Land“ zu schaffen, ohne allerdings Sportschützen und Jäger mit „unnötiger Bürokratie“ zu belasten.

Die Bundesregierung hatte die waffenrechtlichen Regelungen erst vor Kurzem verschärft. Frei forderte zudem, den Verfassungsschutz mit zusätzlichen Kompetenzen auszustatten, um die Beobachtung von Einzelpersonen zu erleichtern. „Wichtig sind uns die Quellen-Telekommunikationsüberwachung und die Online-Durchsuchung, die den Sicherheitsbehörden insbesondere den Zugriff auf verschlüsselte und zurückliegende Kommunikation ermöglicht.“ Beides sei „zwingende Voraussetzung dafür, dass wir Radikalisierungen feststellen können und die Möglichkeit erhalten, Vernetzungen von Tätergruppen im Netz aufzuspüren“, so Frei. Bislang sei es für die Sicherheitsbehörden sehr schwierig, eine Radikalisierung zu erkennen, die sich im Stillen und außerhalb eines Gruppenzusammenhangs vollziehe.

Foto: Sportwaffen, über dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Das deutsche Waffengesetz ist optimal.
    Wer trotzdem eine Pistole, Gewehr, … haben will, der geht in die Tschechei, Polen… und bekommt alles , was er will.
    Dass das ungesetzlich ist, das interessiert den Käufer nicht. Er will ja damit auch ungesetzliche Taten begehen.

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