Neuer Verdacht im Fall Rebecca? Mutter erzählt von Freund

Während von der verschwundenen Rebecca jede Spur fehlt, machen ihre Eltern immer wieder rätselhafte Andeutungen. Die Mutter berichtete nun von einem Freund, genauer gesagt einer Internetbekanntschaft.

Die Polizei sucht seit dem 18. Februar nach der 15-jährigen Schülerin Rebecca Reusch. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus und haben den Schwager des Mädchens in Verdacht. Rebeccas Mutter offenbarte jetzt in einem Exklusiv-Interview mit der Zeitschrift „Bunte“, dass ihre Tochter vor ihrem Verschwinden eine Internetbekanntschaft kennengelernt habe.

„Es gab da wohl tatsächlich jemanden. Einen Max oder Maxi“, sagt die Mutter in dem langen Interview in dem sie auch begründete, warum sie ihren Schwiegersohn für unschuldig hält. Den unbekannten „Max“ aus dem Internet hätte Rebecca erstmals im Januar erwähnt. Er wollte sie auch besuchen, wird die Mutter zitiert. „Sie würden sich so gut verstehen, als würden sie sich schon ewig kennen“, soll Rebecca zu ihrer Mutter gesagt haben. „Ich sagte ihr, dass sie ihn auf keinen Fall alleine treffen dürfe.“ Rebecca habe daraufhin versprochen, dass sie jemanden mitnehmen werde, sollte sie „Max“ treffen. Als Rebecca dann mit der Decke verschwunden war, habe die Mutter sich gleich gedacht: „Vielleicht hat sie diesen Jungen getroffen und die Decke mitgenommen, um sich draufzusetzten.“

Rebeccas Vater bekräftigte diese Detail gegenüber der Berliner Morgenpost. „Rebecca hatte vor ihrem spurlosen Verschwinden via Internet offenbar einen Mann kennengelernt,“ sagte der Vater am Donnerstag. Dies sei einer der Gründe, warum er an die Unschuld seines Schwiegersohnes glaube. Merkwürdig: Unmittelbar nach ihrem Verschwinden hatte der Vater im Interview mit der BILD-Zeitung erklärt, er könne sich Rebeccas Verschwinden nicht erklären, da sie keinen Freund habe.

Laut „Berliner Morgenpost“ reagierten mit dem Fall betraute Personen überrascht auf dieses neue Detail. Bislang sei davon keine Rede gewesen. Dass die Mutter neue Details in Exklusivinterviews bekannt gebe, sei „kurios“, hieß es. Demnach sei die Polizei verärgert darüber, dass Rebeccas Familie immer wieder neue Details in dem Fall preisgibt – jedoch nicht den Ermittlern, sondern öffentlich in den Medien.

Nach BILD-Informationen sucht die Polizei heute mit zwei Beamten und einem Spezialhund nach der vermissten Rebecca. Wo genau, wolle man aus ermittlungstechnischen Gründen jedoch nicht bekannt geben.

Der Schwager des Mädchens steht immer noch unter dringendem Tatverdacht, weil seine Alibi-Aussagen gefunden Beweisen widersprechen.