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Ärztin dreht Musikvideos während Operationen

Diese Hautärztin tanzte und rappte während OPs und schwang das Messer im Takt zur Musik durchs Fleisch ihrer Patienten.

Für die Ärztin war es vielleicht Humor – Für ihre Patienten Horror. Ein YouTube-Video bezeugt den grausamen Humor dieser Hautärztin. Im Film ist zu sehen, wie Dr. Windell D.B. während einer Operation rappt, tanzt und das Messer im Takt zur Musik durch die Haut ihres Patienten schnitzt.

Bereits vier Patienten und Patientinnen erstatteten Anzeige gegen die Hautärztin aus Atlanta, die während ihrer Operation tanzte und rappte. Als Beweismittel dienen Narben. Noch weitaus schlimmere OP-Schäden werden ihr vorgeworfen. Ob die Ärztin für alles verantwortlich ist, was ihr vorgehalten wird, ist noch nicht bewiesen.

Für Wirbel sorgte der jüngste Fall einer Patientin, die den OP-Saal von Dr. D.B. mit einem Rettungswagen verlassen musste. Während der Operation erlitt die Frau Atemnot und Blutung an den Schnitten, die eine Fettabsaugung ermöglichen sollten.

In einem anderen Fall erlitt eine 54-jährige Patientin im OP-Saal der tanzenden Ärztin einen Herzstillstand und trägt dauerhafte Hirnschäden davon. Inwiefern Dr. D.B. dafür Verantwortung trägt, ist noch unklar. Beim Anblick des Videos kann man sich jedoch vorstellen, dass dem Operationsteam die Überwachung der Herztöne ihrer Patienten entgangen sein könnte. Nachdem Ojay L., der Sohn der geschädigten Patientin die Videos gesehen hatte, ging er davon aus, dass die Ärztin nicht bei der Sache war: „Als ich die Videos das erste Mal sah, was ich völlig geschockt.“

Trotz der Vorwürfe ist sich die Ärztin keiner Schuld bewusst: „Würde ich zurückgehen und etwas anderes tun? Nein, weil es etwas Unvorhergesehenes und Unvorhergesehenes war“, sagte sie in einem Interview.

Eine der vier Klagen wegen Fehlverhaltens wurde für einen der Öffentlichkeit nicht bekannten Betrag beigelegt. Die Ärztekammer in Georgia ließ den Fall jedoch nicht auf sich beruhen und sprach der Doktorin ihre Zulassung als Ärztin ab. In einer Bekanntgabe heißt es, dass ihr Verhalten als „Bedrohung der öffentlichen Sicherheit“ eingeschätzt wurde und dass sie bei sieben Patienten, darunter die 54-jährige Frau mit den Hirnschädigungen, die Mindeststandards nicht einhalte.

Dr. D.B. arbeitete in ihrer eigenen ambulanten Klinik. Als die genannte Patientin ihren Herzinfarkt erlitt, waren Sanitäter gerufen worden. Laut Gerichtsakten musste die Frau über die Treppe nach draußen transportiert werden, weil es dem Gebäue an Aufzügen mangelte, in den eine Trage gepasst hätte.