Alarmstufe Rot: Beliebtes europäisches Urlaubsland bereitet sich auf Katastrophe vor

Ein beliebtes Urlaubsziel ist nicht mehr wiederzuerkennen, und es wird noch Schlimmeres erwartet: Die Alarmstufe Rot wurde in Portugal ausgerufen – eine Katastrophe droht und damit ernste Gefahr für Leib und Leben.

Portugal empfängt jedes Jahr rund 1,7 Millionen deutsche Besucher. Und das ist kein Wunder: Seine einzigartig schöne Landschaft und sein mildes Klima machen es das ganze Jahr über zu einem attraktiven Reiseziel. Doch derzeit ist die Lage in vielen Teilen des Landes alles andere als gut: Schwere Stürme haben in den letzten Tagen mehrere Regionen heimgesucht, und nun droht weiteres Unwetter. Der Notstand ist ausgerufen worden.

200 km/h starke Orkanböen und Starkregen
Sturm Kristin traf Portugal am vergangenen Mittwoch mit der Wucht einer Bombe. Es wurden Windböen mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h gemessen – weit über der höchsten Windstärke auf der Beaufort-Skala (Orkan). Zwei weitere Stürme folgten, die jeweils starke Winde und massive Regenfälle mit sich brachten.

Teile Portugals haben buchstäblich kaum eine Pause gehabt: Der Boden ist übersättigt, die Flüsse treten über ihre Ufer. Straßen und Brücken sind aufgrund von Überschwemmungen und Erdrutschen unpassierbar. Der öffentliche Nahverkehr ist zum Erliegen gekommen. Wie t-online schreibt, waren am Sonntagabend noch 167.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom.

Die Gefahr hält an: Portugal verlängert den Notstand
Bislang haben die Stürme mindestens fünf Menschenleben gefordert, und die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Das nächste Atlantik-Tief zog in der Nacht von Sonntag auf Montag auf. Die Zahl der von der Katastrophenschutzbehörde ANEPC registrierten Einsätze geht bereits in die Hunderte. Die Regierung sah sich daher gezwungen, den Notstand bis Sonntag, den 8. Februar, zu verlängern.

„Wir bereiten uns auf den schlimmsten Fall vor“, sagt Ana Abrunhosa, Bürgermeisterin von Coimbra. Die malerische Lage am Mondego-Fluss in der Nähe des Meeres zieht viele Besucher an. Jetzt jedoch ist der Fluss zum Feind geworden: Der Mondego, der längste Fluss Portugals, fließt 234 km von den Bergen der Serra da Estrela bis zum Atlantik, aber statt ruhiger Windungen drängt sich nun eine gewaltige, chaotische Wassermasse zum Meer.

Weitere Flüsse, die ihre Umgebung mit katastrophalen Folgen überfluten könnten, sind der Douro und der Águeda sowie der Tejo, der durch Lissabon fließt. Entlang der gesamten Küste Portugals wurde aufgrund hoher Wellen und starker Strömungen die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

Hinweise für Reisende nach Portugal
Wenn Sie in den nächsten Tagen eine Reise nach Portugal planen, wenden Sie sich bitte an Ihren Reiseveranstalter oder direkt an Ihre Unterkunft, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Bitte beachten Sie, dass viele Unternehmen derzeit weder über Strom noch über Telefon oder Internet verfügen, sodass es etwas länger dauern kann, bis Sie eine Antwort erhalten.

Da Unwetter jederzeit möglich sind, werden Reisende daran erinnert, vor jeder Exkursion den Wetterbericht zu überprüfen und stets die Empfehlungen der Behörden zu befolgen.

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Oskar Herbert