Ausverkauft: Bei IKEA bleiben die Regale leer

Wie bei vielen Händlern ist auch das schwedische Möbelhaus IKEA von Lieferengpässen betroffen. Vor allem auf zwei der beliebtesten Modelle des Möbelgiganten müssen Kunden noch lange verzichten.

Die Lager sind leer, viele Produkte nicht verfügbar – der Besuch einer IKEA-Filiale hat dieser Tage wenig mit dem Familienausflug ins Möbelparadies zu tun. Der schwedische Möbelgigant steckt in einer Krise. 

Offiziell spricht die Konzernleitung von einem  “deutlichen Abfall der Verfügbarkeit” von Produkten. Konkret heißt das, wer bei Ikea nach einem Pax-Regal sucht, geht momentan leer aus. Betroffen sind aber auch Regale der beliebten Billy-Serie.  Das vor 30 Jahren erfundene Regal wurde bis heute – als eines der erfolgreichsten Systemmöbel der Welt, mehr als 41 Millionen mal verkauft. Jetzt müssen Kunden erst einmal darauf verzichten. IKEA rechnet “lange bis ins Geschäftsjahr 2022” mit Lieferschwierigkeiten.

Erst vor kurzem hatte sich IKEA mit einer ungewöhnlichen Bitte an die Kunden gerichtet: Kunden sollen nicht einfach zum Einkaufen in das nächste Möbelhaus fahren. Stattdessen sollen sie vorab prüfen – am besten online – ob es überhaupt Sinn macht, zum nächsten Ikea zu fahren. „Wir empfehlen Ihnen, uns nicht telefonisch zu kontaktieren oder mit Fragen zum Lagerstatus zu chatten,“ hieß es bei IKEA.

Trotz dieser Lieferschwierigkeiten verweist die Holding Inter Ikea auf einen Umsatzanstieg um sechs Prozent zum Vorjahresvergleich, auf umgerechnet 41,9 Milliarden Euro. Ein Anstieg, der sogar über IKEAs Umsatz (41,3 Milliarden Euro) vor der Krise liegt. Grosse Sorgen muss man sich also um den schwedischen Möbelgiganten nicht machen, denn dieser greift nun zu drastischen Maßnahmen. Neben der Bitte um Nachsicht seiner Kunden, sollen eigens für Ikea gecharterte Schiffe und eigene Container helfen, das Lieferproblem noch vor dem Weihnachtsgeschäft in den Griff zu bekommen.

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