Der Frost kommt: Glatteisgefahr in der Silvesternacht

Wettertechnisch wird die heutige Nacht eher ungemütlich. Es wird kalt und nass. Darüber hinaus besteht Glatteis-Gefahr in den Niederrungen. Das neue Jahr beginnt dann mit Regen, Schnee und Schneeregen, je nach Höhenlage.

Das Jahr 2020 endet ungemütlich nasskalt und auch das neue Jahr fängt nicht viel gemütlicher an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt einen unangenehmen Mix aus Schnee, Schneeregen und Regen an. Der Nordosten startet das neue Jahr mit etwas Schnee bis in die tieferen Lagen. Der Süden kann sich vereinzelt auch auf einen sonnigen Neujahrstag einstellen.

Heute noch zeigt sich von Westen her leichter Schneefall, doch unterhalb von 400 Metern werde dieser bei bis zu sechs Grad plus kaum liegen bleiben, beschrieb der DWD-Meteorologe Markus Übel. Einige Zentimeter Neuschnee könnten jedoch in der Eifel und im Hundsrück liegen bleiben. Oberhalb von 400 bis 500 Metern bleibt die weiße Pracht erhalten. Dazu zählen das Rothaargebirge, der Taunus, der Westerwald, das nordhessische Bergland, die Schwäbisch Alb und der Schwarzwald. In die niederen Lagen könnte der Schnee nach dem Wochenende einziehen. Dann sinken laut DWD deutschlandweit die Temperaturen.

Glatteis an Silvester

Frostig kalt wird es heute Nacht dennoch bis in die Niederrungen. Zusammen mit der vorherrschenden Nässe besteht deshalb Glatteisgefahr auf den deutschen Straßen.

In Österreich wurde sogar übergreifend eine Glatteiswarnung für Wien, das Wiener Becken, das Weinviertel und das Burgenland ausgesprochen. Die nationalen Medien rechnen mit überfrierender Nässe in den Morgenstunden.

Wetter im Jahresrückblick „alarmierend“ warm

Laut DWD war das Jahr 2020 in Deutschland durchschnittlich zwei Grad zu warm. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,4 Grad war 2020 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wärmer war bisher nur 2018 mit 10,5 Grad im Jahresmittel. Als normal gilt laut Wetterdienst ein Jahresmittelwert von 8,2 Grad, was in den Jahren 1961 bis 1990 erreicht wurde. Seit 2011 liegen die Temperaturen mit Ausnahme von 2013 (8,7 Grad Durchschnittstemperatur) über 9 Grad im Jahresmittel. „Deutschlandweit sind die fünf wärmsten Jahre alle nach 2013 aufgetreten. Das ist ein deutliches Anzeichen, dass sich der Klimawandel auch in Deutschland vollzieht“, sagt Meteorologe Staeger. Ein vergleichbarer Trend zeige sich global. Besonders hoch sei die Temperatur in der Arktis gestiegen. „Mit einer Abweichung von über fünf Grad hat sich vor allem die Arktis extrem erwärmt in diesem Jahr. Das globale Mittel wird 2020 vermutlich einen Rekord aufstellen“, so der Meteorologe.