

Ein Angriff auf die NATO – nicht von Russland, sondern dem Iran – soll konkret auf das Land Türkei verübt werden. Die Drohung wurde angesichts der möglichen Interventionen durch die USA ausgesprochen.
Der Iran hat Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Türkei angekündigt, sollten die USA einen Schlag im Zuge der iranischen Proteste ansetzen. Ein hochrangiger hiesiger Beamter sprach die Drohung am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters aus. Teheran habe demnach mehreren Ländern, etwa Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bis hin zur Türkei mitgeteilt, „dass US-Stützpunkte in diesen Ländern angegriffen werden, wenn die USA den Iran angreifen“.
Auch Deutschland wäre betroffen
Brisant: Die Türkei ist bekanntlich Mitglied der NATO. Nach Artikel 5 der Charta des Bündnisses gilt ein Angriff auf eines der Mitglieder als Angriff auf alle, also auch auf Deutschland. Ein Schlag gegen US-Stützpunkte auf türkischem Territorium könnte damit weitreichende Folgen haben.
Reaktion auf Drohung von Trump
Die Warnung aus Teheran kommt für Experten dennoch nicht überraschend. Sie folgt auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, auf die landesweiten Proteste gegen die iranische Regierung und angebliche Massaker mit Tausenden Toten durch Schergen des Mullah-Regimes zu reagieren, was Teheran wiederum als direkte Bedrohung wertet.
Gleich mehrere Regierungen im Nahen Osten sprachen den USA gegenüber den Ratschlag aus, von einer Intervention abzusehen. Ein nicht namentlich genannter Diplomat aus der Region am Persischen Golf sagte zur Nachrichtenagentur AP am Mittwoch, dass man im Falle eines Krieges der USA mit der Islamischen Republik „beispiellose Konsequenzen“ befürchte.
Krieg mit verheerenden Folgen
Indes stünden Regierungen in der Nahostregion, darunter die der Türkei, Ägyptens, Saudi-Arabiens und Pakistans, in permanentem Kontakt mit Washington, da ein US-Angriff auf den Iran das Potenzial hätte, zu einem umfassenden Krieg zu eskalieren. Der Diplomat weiter: Ein solcher Krieg hätte „mit Sicherheit“ verheerende Folgen „nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch für die Weltwirtschaft“.