Dramatischer Unfall am See: Kind tot

Trotz der in ganz Deutschland steigenden Temperaturen gibt es noch immer Seen, die nach wie vor gefroren sind und nur langsam auftauen. Weil Lebensgefahr besteht, sollte man diese keineswegs mehr betreten. Ein Junge aus Hessen hat das am gestrigen Montagabend aber trotzdem getan und musste mit seinem jungen Leben bezahlen.

Den Angaben der ermittelnden Polizei zufolge war der Junge beim Spielen auf das nicht mehr tragfähige Eis des Rommeroder Sees im hessischen Werra-Meißner-Kreis gelaufen. Kurze Zeit darauf sei er auch schon eingebrochen und habe sich nicht mehr selbstständig befreien können.


Ein anderes anwesendes Kind habe den Unfall beobachtet und danach umgehend Hilfe geholt. Sofort anrückende Taucher haben den Jungen jedoch erst nach einer Stunde an Land ziehen können. Mit im Einsatz bei der Suche waren auch die Feuerwehr und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Wie lange der kleine Junge unter der eisigen Oberfläche gewesen ist, war zunächst unklar. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen brachten vor Ort keinen Erfolg. Der Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Kassel geflogen.

Dort angekommen hatten die Ärzte ebenfalls noch über Stunden hinweg um das Leben des kleinen Patienten gekämpft. Leider ohne Erfolg. Er starb um kurz vor Mitternacht in besagter Klinik.

Die unter Schock stehenden Eltern des Jungen wurden über die gesamte Zeit hinweg und auch jetzt noch seelsorgerisch betreut. Die Hessener Kriminalpolizei ermittelt nun die genaue Todesursache und wie es zu diesem Unglück im Einzelnen kommen konnte.

Die Polizei warnt in jedem Winter auf ein Neues, dass es zwar trotz der Plusgrade in einigen stehenden Gewässern noch geschlossene Eisdecken gibt, die einen Menschen aber nicht mehr tragen können. Es besteht akute Lebensgefahr für all jene, die sich dieser Anweisung widersetzen. Auch Eltern werden dazu aufgerufen, diese Informationen an ihre Kinder weiterzugeben.