Dreifach-Killer von Hille hatte Komplizen

Es gibt neue Entwicklungen im Dreifach-Mord von Hille. Gemäß neusten Informationen soll der mutmaßliche Täter einen Komplizen gehabt haben. Ein 24-jähriger Mann wurde in Husum von der Polizei festgenommen. Zum Zeitpunkt der Tag soll er auf dem Bauernhof von Jörg W. gewohnt haben.

Die Tat ereignete sich vor einem Monat, als die Kripo den getöteten Fadi S. († 30) gefunden hatte. Später wurden auf dem Gehöft von Jörg W., ein Ex-Fremdenlegionär, die Leichen des Nachbars Gerhard und des Stallburschen Joachim entdeckt. Jörg W. war für kurze Zeit auf der Flucht, bevor die Polizei ihn auffinden konnte und seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Kevin R. aus Duisburg soll der Komplize sein. Dieser diente bei der Bundeswehr als Zeitsoldat und war mit dem Täter und dessen Frau eng befreundet. Er zog sogar nach Hille, welches im im Kreis Minden liegt, bei ihnen ein.

Gegen ihn wurde nun ein Haftbefehl erlassen. Der Staatsanwalt Christopher York: „Der Verdächtige hat gestanden, bei allen drei Taten dabei gewesen zu sein, die Tötungen aber nicht selbst verübt zu haben.“ In einer Aussage soll er Jörg W. des Mordes beschuldigt haben, trotzdem wird in mindestens einem Fall von einem gemeinschaftlichen Mord ausgegangen. Die Kripo hat auf den Handys der beiden Text Nachrichten gefunden, in welchen der Inhalt der SMS auf eine gemeinsame Tat hinweist.

Kevin R. war der Polizei bislang unbekannt. Neben seinem Job bei der Bundeswehr war er bei der Freiwilligen Feuerwehr und galt bei Bekannten als äußerst hilfsbereit. Eine Bekannte: „Für ihn waren Jörg und seine Frau wie Ersatz-Eltern. Er hätte alles für sie getan.“

In der Wohnung von Jörg W. wurde jetzt eine Messer mit Blutspuren von Joachim K. gefunden Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass es sich hierbei höchstwahrscheinlich um die Tatwaffe handeln könnte, denn gemäß dem Obduktionsergebnis wurde der Hilfsarbeiter erstochen.

Zur „MK Wilhelm“ gehörten sieben Beamten welche für die schreckliche Tat eingesetzt waren doch mittlerweile hat man die Zahl erhöht und 29 Ermittler arbeiten jetzt an dem Fall. Die Kripo hat die Befürchtung, dass Jörg W. noch weitere Verbrechen begangen haben könnte. Gemäß Staatsanwalt York gibt es bisher noch keine konkreten Hinweise oder weitere vermissten Personen.