DWD warnt vor heftigem Starkregen und Hagel – Tornados möglich

Über Mittag verschärfte sich die Einschätzung des DWDs zur heutigen Unwetterlage erheblich. Warnstufe Rot gilt nun für sechs Kreise in Bayern. Im ganzen Osten Deutschlands werden Unwetter erwartet. In Österreich besteht sogar „extreme Überflutungsgefahr“.

Für mehrere Bundesländer bestehen amtliche Wetterwarnungen am heutigen Sonntag. Alarmstufe Rot gilt inzwischen für sechs Kreise in Bayern. Hier können sich sogar Tornados bilden. In weiten Teilen Ostdeutschlands besteht außerdem eine Warnung wegen „heftigem / ergiebigem Regen“ von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen besteht unterdessen eine Warnung wegen starken Gewittern. Hier können durch Blitzschlag Gefahren entstehen.

Alarmstufe 3 in Bayern
Für die Kreise Neumarkt in der Oberpfalz, Regensburg, Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Cham und Kelheim in Bayern meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung. Es ziehen in kurzer Zeit Gewitter mit heftigem Starkregen auf. „Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich“, schreibt der DWD. Dazu können Sturmböen mit bis zu 80 km/h Windgeschwindigkeit aufziehen. Im westlichen Franken können auch Tornados nicht ausgeschlossen werden.

Ergiebiger Starkregen von Erfurt bis Berlin

Weiter weist der DWD im Nordosten auf heftige Regenfälle zwischen Sonntagabend und Montagnachmittag hin. Wo genau der meiste Regen fällt, kann noch nicht eingeordnet werden. Ein hohes Unwetterpotenzial besteht in der gesamten Großregion zwischen Magdeburg, Berlin, Frankfurt/Oder und dem Kreis Görlitz ganz im Osten, runter über Leipzig, Nordhausen bis Zwickau, und in ganz Sachsen-Anhalt.

Diese Warnung sei ein Hinweis auf ein hohes Unwetterpotenzial, das die Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen soll, schreibt der DWD: „Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.“

Der Wetterdienst Kachelmannwetter warnt vor „heftigen Regengüssen“. Man müsse örtlich mit Überflutungen rechnen. Auch Erdrutsche seien möglich. Der Unwetterschwerpunkt liege gemäß Prognosen des privaten Wetterdienstes in Brandenburg.

„Extreme Überflutungsgefahr“ in Österreich

Auch in Österreich wird mit Alarmstufe Rot vor Unwetter gewarnt. „Lokal ist mit Hagel, Starkregen und Sturmböen zu rechnen!“, schreibt die nationale Unwetterzentrale UWZ. Laut Kachelmannwetter bestehe in der Semmering-Wechsel-Region „extreme Überflutungsgefahr“ durch sich wieder aufbauende Unwetterzellen.

„Es können großflächig Straßen und Ortschaften überflutet werden, verbreitet Keller volllaufen und Bäche sowieso kleinere Flüsse extrem anschwellen und starkes Hochwasser führen. In kurzer Zeit kann der Wasserstand um mehrere Meter ansteigen und aus kleinen Bächen reißende Ströme machen. Die Infrastruktur kann zusammenbrechen und Ortschaften können im Extremfall von der Außenwelt abgeschnitten werden. Im Gebirge sind Erdrutsche möglich“, schreibt das österreichische Portal von Kachelmannwetter.

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