Elf Verletzte durch Unwetter bei Gartenparty in Oranienburg

Kaum war das letzte Unwetter weg, folgte auch schon das Nächste. Erneut kam es dabei zu heftigen Gewitern und orkanartigen Böen im Berliner Großraum. Das Unwetter wütete so stark, dass bei einem Gartenfest in Oranienburg elf Personen verletzt wurden.

Auf einem privaten Gelände veranstalteten knapp 170 Menschen ein Fest der Zeugen Jehovas. Dabei waren auch Tische und Pavillons im Garten aufgestellt. Die plötzlich aufkommenden Windböen erwischte die Gäste dann kalt. Es knickten mehrere Äste von Bäumen ab und stürzten auf den Boden. Die Pavillons und die Stehtische wurden ebenfalls mitgerissen. Da nicht alle Partygäste rechtzeitig flüchten konnten, wurden diese durch das Unwetter verletzt.

Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, mit dabei waren unter anderem auch zwei Rettungshubschrauber. Mit diesen wurden Verletzte schnellstmöglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ralf Wilke, Wachabteilungsleiter der Oranienburger Feuerwehr sagte im Anschluss:
„Bei dem Unglück sind alle elf Verletzte evakuiert und in das nächstgelegene Krankenhaus transportiert worden.“ Es stellte sich glücklicherweise heraus, dass die Situation harmloser war, als erwartet. „Der Einsatzort ist aufgeräumt, die Verletzten sind versorgt. Der Einsatz ist damit beendet.“

Über Berlin fegten dann am Mittwochabend heftige Gewitter mit starken Windböen hinweg. Straßen wurden geflutet und Bäume stürzten um. Es kam dabei sowhl zu Beeinträchtigungen des S-Bahn-Verkehr als auch im Fernverkehr. Witterungsbedingt musste die Berliner Feuerwehr zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken, der Wetterausnahmezustand wurde ausgerufen. Auch kam es an den beiden Flughäfen in Berlin zu kleineren Verzögerungen.

Heftige Gewitter gab es auch über Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es kam zu Blitzeinschlägen, bei Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) drohen im Nordosten noch kräftige Gewitter mit hoher Unwettergefahr.
Am Donnerstag wird es nur noch vereinzelt blitzen und donnern. „Danach wird‘s langsam etwas ruhiger und auch im Westen wieder wärmer“, prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. „Der Hochsommer setzt sich dann quasi im gesamten Land fest.“

So sind die Aussichten für die nächsten Tage

▶︎Am Donnerstag ziehen die Gewitter Richtung Nordosten weiter. Im Westen werden Temperaturen von 23 bis 25 Grad erreicht, im Osten an die 30 Grad. Der Norden fällt mir 18 bis 20 Grad zurück.
▶︎Freitag sind 25 bis 32 Grad zu erwarten, an der Küste nur bis 22 Grad. Es gibt einen Mix aus Sonne und Wolken, im Westen sind Gewitter möglich.
▶︎ Der Samstag wird wieder heiß bis 34 Grad, örtlich sogar bis 36 Grad. Die Küsten sind mit 23 Grad wesentlich kühler. Vereinzelt sind heftige Gewitter möglich.
▶︎ Freundlicher geht es ab Sonntag zu. Temperaturen zwischen 24 und 29 Grad, die Küsten kühler. „Gewitter und Schauer gibt es dann nur noch selten“, verspricht Jung.