„Extrem schwerwiegendes“ Zugunglück in Schottland

Am Mittwochvormittag ist in Schottland ein Personenzug entgleist. Die Passagiere sind noch nicht geborgen. Feuerwehr und Rettungskräfte sind in einem Großeinsatz vor Ort.

Auf der Strecke zwischen Edinburgh und Aberdeen in der Nähe von Stonehaven in Schottland ist ein Zug entgleist. Die Lage ist sichtlich dramatisch aber noch unüberschaubar. Auf Twitter-Bildern sind dichte schwarze Rauchwolken zu erkennen, die einen schweren Brand vermuten lassen. Ein Großaufgebot von mehr als 30 Einsatzfahrzeugen und Helikoptern ist vor Ort, um den Verletzten zu helfen und möglicherweise Tote zu bergen. Noch gibt es keine offiziellen Angaben, wie viele Menschen zu Schaden kamen. Die Zeitung „Guardian“ berichtete, dass vier Waggons an dem Unfall beteiligt waren.

Die britische Nachrichtenagentur PA berief sich auf Zeugenaussagen, wonach mindestens ein Toter entdeckt worden sei. Ein Sprecher der schottischen Eisenbahngesellschaft ScotRail sagte: „Wir unterstützen die Rettungskräfte bei einem Vorfall in der Nähe von Stonehaven. Weitere Informationen werden wir herausgeben, sobald diese verfügbar sind.“

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach von einem „extrem schwerwiegenden“ Vorfall und „schwer Verletzten“. Ihre Gedanken seien bei den Beteiligten. Details gab die 50-jährige Politikerin nicht bekannt.

Kevin Lindsay, von der schottischen Lokführergewerkschaft Aslef, sagte: „Wir wissen, dass dies ein äußerst schwerwiegender Vorfall ist, und unsere Gedanken sind bei allen Beteiligten“.

Der Eisenbahnverkehr in der Region ist aufgrund einer schwierigen Wetterlage schon vor dem Unfall ins Stocken gekommen. In der Nacht zum Mittwoch wurde der Nordosten Schottlands von heftigen Regenfällen und Gewittern heimgesucht. Einige Ortschaften wurden sogar in Folge des Starkregens überschwemmt. Die dpa zeigte Bilder von überfluteten Straßen in Stonehaven.

Ob ein Zusammenhang zwischen dem Zugunglück und dem Unwetter besteht, ist unklar. In Sozialen Medien tauchten jedoch Gerüchte auf, wonach der Zug in Folge eines Erdrutsches von den Schienen gestürzt sei. Die TSSA-Gewerkschaft bestätigte, dass der entgleiste Zug um 06:38 Uhr von Aberdeen nach Glasgow Queen Street aufgebrochen war. Bislang habe man allerdings keine Hinweise über die Unfallursache. Mick Lynch von der Gewerkschaft RMT sprach von einer „Tragödie“ und erklärte: Zu gegebener Zeit müsse geklärt werden, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Zum jetzigen Zeitpunkt sei man darauf konzentriert, allen Beteiligten zu helfen. Auch er sei in Gedanken bei allen, die von dieser Tragödie betroffen sind.

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