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FBI sperrt US-Teleskop wegen streng-geheimer Sicherheits-Angelegenheit

Das Sonnenobservatorium New Mexico und das gesamte Gelände wird evakuiert. Das FBI rückt an und nicht einmal der örtliche Sheriff erfährt, warum. Was soll hier verborgen werden?

Am 7. September wurde das National Solar Observatory im US-Bundesstaat New Mexico wegen einer „Sicherheits-Angelegenheit“ geschlossen. Die gesamte Station wurde evakuiert und das FBI lässt keine Informationen heraus. Der örtliche Sheriff, Benny House, wurde angewiesen, niemanden mehr an das Gelände heranzulassen. Gründe hat man ihm nicht genannt. „Das FBI weigert sich, uns zu sagen, was hier los ist“, sagte House dem Sender „ABC 7“. „Sie sind hier und erzählen nichts über ihre Absichten.“ Dass das FBI so schnell involviert wurde und dass man so geheimnisvoll ist, spricht dafür, dass dort oben etwas los ist, mutmaßt der Sheriff und erzählt, er habe unter anderem einen Blackhawk-Helikopter und Arbeiter-Crews gesehen.

Der Direktor der Einrichtung, Dr. James McAteer, erklärte in einem Interview mit den örtlichen Medien, er musste seine Mitarbeiter zur Evakuierung aufrufen. Warum er das Observatorium räumen lassen sollte, habe man ihm jedoch nicht gesagt. An einem Problem mit dem Teleskop läge es nicht, so McAteer.

Seit einer Woche überschlagen sich die Theorien, was das FBI hier vor der Öffentlichkeit zu verbergen versucht: Eine geheime Mission? Hat das Teleskop etwas aufgezeichnet, was niemand sehen soll? Spione? Geheimbomber oder ein UFO? Die Association of Universities for Research in Astronomy (AURA) erklärte: „Wir kümmern uns um eine Sicherheits-Angelegenheit und haben entschieden, die Einrichtung vorübergehend zu evakuieren. Wir arbeiten mit den Behörden zusammen“. Das FBI beantwortet keine Fragen zum Vorfall.

Verschwörungstheoretiker haben sofort bemerkt, dass das Gelände nur rund 200 Kilometer von Roswell entfernt liegt – jenem Ort in New Mexico, in dessen Nähe die US-Regierung 1947 angeblich ein außerirdisches Raumschiff samt Aliens gefunden haben soll. Die Theorie gilt jedoch seit rund 20 Jahren als widerlegt, was Verschwörungstheoretiker allerdings noch mehr von einem Pakt der Geheimhaltung überzeugt.

In einem Bericht der Frankfurter Rundschau wird vermutet, dass die gute Aussicht auf nahegelegenes Militärgelände der Grund für die Evakuierung sein könnte. Vom Gelände des Sunspot Solar Observatory habe man nämlich einen sehr guten Blick auf die Holloman Air Force Base und die White Sands Missile Range. Die Range ist ein Übungs- und Testgelände des US-Militärs für Raketen- und Drohnen-Technologie. Die Zeitung vermutet, dass ein Angestellter oder Besucher des Observatoriums dort etwas gesehen haben könnte, was er nicht hätte sehen dürfen.