Feiern und Krawalle am 1. Mai

Während in Berlin friedlich gefeiert wurde, gaben sich Pariser Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei: Autos brannten, Scheiben wurden zertrümmert. Rund 1200 vermummte Angehörige des Schwarzen Blocks zählt die französische Polizei.

In Berlin hatte sich die Polizei auf das Schlimmste eingestellt. Doch alles blieb friedlich! Selbst beim Myfest waren keine Eingriffe von Sicherheitsbeamten notwendig. Das Fest war gut besucht, aber die Feierfreudigen in der deutschen Hauptstadt zeigen sich kontrollierbar und vor allem gewaltfrei.

Ganz anders sah es in der Nacht von Montag auf Dienstag aus: In der „Walpurgisnacht“ hatten mehrere Autos in Berlin gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ebenfalls in der Nacht hatten 20-30 Jugendliche einen Linienbus mit Steinen beworfen und sind noch vor dem Eintreffen der Polizei geflüchtet. Zu dem Zeitpunkt wurde noch niemand verletzt.

Zum ersten Mai hatte es in der Vergangenheit immer wieder Krawalle gegeben. Besonders 1987 dürfte so manchem Beteiligten noch schwer im Gedächtnis liegen: 900 Randalierer hatten sich 12 Stunden Straßenschlachten mit der Polizei gegeben. 245 Polizisten wurden dabei verletzt. Seither schien die Gewalt von Jahr zu Jahr weniger zu werden.

Doch seit 2014 wurden die Ausschreitungen wieder heftiger:

  • 2014 wurden bei einer Auseinandersetzung in einem Berliner U-Bahnhof 61 Polizisten verletzt.
  • 2015 verlief zwar gewaltfrei. Jedoch hatte sich das Myfest zum Massenauflauf in Ballermannstimmung entwickelt. Da man eine Massenpanik befürchtete, mussten die Zugänge zum Fest gesperrt werden.
  • 2016 hatten Straßenzüge in Berlin ihre Route verlassen. Die Polizei musste Einschreiten. Am Ende bewarfen Demonstranten die Beamten mit Flaschen und Pflastersteinen.
  • 2017 wurden in der Hauptstadt 32 Polizisten verletzt, weil Demonstranten mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern nach den Beamten geworfen hatten.

In der Hansestadt Hamburg scheint das Gewaltpotenzial noch höher zu liegen:

  • 2017 hatten 30 maskierte Demonstranten Scheiben von Banken und Geschäften eingeworfen. Bei den Demonstrationen im Schanzenviertel wurden 6 Menschen verletzt.
  • 2016 marschierte ein Stranßenzug unter dem Motto „Klasse gegen Kasse“ Richtung Hamburg Altona. Pyrotechnik kam zum Einsatz. Schli8eßlich endete die Demonstration in einer Straßenschlacht bei der 44 Menschen teilweise schwer verletzt wurden.
  • 2015 eskallierten zwei parallel stattfindenden Protestveranstaltungen. Als die Demonstranten mit Pyrotechnik und anderen Gegenständen um sich warfen, versuchte die Polizei den Pulk mit Schlagstöcken und Reiterstaffeln aufzulösen. Ersthelfer berichteten wurde 35 verletzte Demonstranten.
  • 2014 wurden in der Hansestadt insgesamt 70 Menschen verletzt. Die Auflösung des „Revolutionären 1. Mai Protests“ geriet völlig außer Kontrolle: Fensterscheiben wurden zerstört, Autos brannten und die Polizeibeamten wurden heftig attackiert.

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