Fies ausgetrickst – so wird bei Amazon-Bestellungen geschummelt

Deutlich günstigere Produkte versprechen die Warehouse Deals bei Amazon. Kunden profitieren vom Service des Online-Giganten, es gibt aber auf der Resterampe auch zwei fiese Tricks.

Unter Produktlistings als Gebrauchtware geführte Artikel entpuppen sich bei Amazon oft als Neuware. Diese Warehouse Deals sind meist zurückgesendete Artikel mit geringen Beschädigungen an der Verpackung. Dies ist in den meisten Fällen unproblematisch, sind die Geräte oder Waren oft als „Neuwertig“, „sehr gut“ oder „gut“ beschrieben. Man sollte in der Beschreibung ganz nachschauen, welche Mängel durch das Retouren-Team vermerkt worden sind. Während Kratzer auf einem Handy eher störend sind, ist es bei eine Router eher als zu vernachlässigend anzusehen.

Eine genaue Prüfung der gekauften Ware ist durch das 30 Tage Rückgaberecht problemlos möglich. Bei Nichtgefallen kann es innerhalb dieser Zeit an das Retourencenter zurückgesandt werden.

Mehrmals im Jahr gewährt Amazon auf die Warehouse Deals weitere 20 Prozent Preisnachlass, unter anderem zur Cyber-Monday-Week, an den jeweiligen Prime Days oder zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Ostern. Da es sich hier aber hier um gebrauchte Waren handelt, entfällt die Herstellergarantie. Jedoch gibt es die viel wertvollere 2 Jahre Gewährleistung durch Amazon.

Besondere Vorsicht ist bei zwei Sachen im Zusammenhang mit den Warehouse Deals zu beachten. Es kommt immer wieder vor, das Hardware für die Erschleichung von Leistungen, wie zum Beispiel Herunterladen passender Software genutzt wird (dann für das Gerät nicht mehr nutzbar) oder auch bei Kaffeemaschinen das Angebot für Gratiskapseln genutzt wird und der Zweitbesitzer schaut dann in die Röhre. Somit sind auch Software und Konsolen ein schwieriges Pflaster, da man nicht sieht, ob diese Codes bereits für irgendwelche Updates genutzt wurden. Man kann in diesem Falle Amazon keinen Vorwurf machen, da eine Prüfung seitens des Support-Teams nahezu unmöglich ist.

Ein besonders beliebter Trick, der auch ausführlich in einschlägigen Foren im Internet beschrieben wird, ist die sogenannte Selbstretoure. Dabei werden hochwertige und meist seltene Geräte bestellt und dann zurückgeschickt – mit dem Ziel, diese dann im Warehouse Deal über ein anderes Konto günstiger zu erwerben. Leider ist Amazon durch seine automatisierte Retouren- und Verwertungskette gegen solche Vorgehensweisen oftmals machtlos. Diese rücksichtslosen Machenschaften können aber, so sie denn auffallen, über kurz oder lang zu einer Sperrung des Kontos bei Amazon führen.