Flugzeugabsturz mit vielen Toten – darunter fünf Deutsche

Bei einem Flugzeugabsturz kamen 157 Menschen ums Leben. Darunter fünf Deutsche und drei Österreicher. Überlebende gibt es nicht.

Am heutigen Sonntag ist ein Linienflugzeug der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines über Äthiopien abgestürzt und riss 157 Menschen in den Tod. Unter den Passagieren sollen laut Airline auch fünf Deutsche gewesen sein. Das Auswertige Amt in Berlin prüft derzeit, ob die Angaben bestätigt werden können.

Die Boeing 737 MAX ist vormittags nahe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba abgestürzt. Knapp fünf Stunden später meldete das staatliche Fernsehen vor Ort, dass es keine Überlebenden gebe. Die Fluggesellschaft bestätigte dies wenig später. Der Linienflug hätte von Addis Abeba zu Kenias Hauptstadt Nairobi fliegen sollen. Medienberichten zufolge meldete der Pilot kurz nach dem Start Probleme und habe darum gebeten, umkehren und wieder landen zu dürfen. Er bekam die Erlaubnis, doch kurz darauf brach der Funkkontakt ab und die Maschine stürzte 60 Kilometer südöstlich von Addis Abeba in die Tiefe.

Die Fluggesellschaft veröffentlichte noch am selben Tag eine Liste mit den Nationalitäten aller Passagiere, gemäß Registrierung beim Check In. Demnach kommen die Todesopfer aus 36 Ländern: Unter anderem stammten 32 Todesopfer aus Kenia, 18 aus Kanada, neun aus Äthiopien, acht jeweils aus China, den USA und Italien, sieben jeweils auch Frankreich und Großbritannien, sechs aus Ägypten, fünf aus Deutschland, vier jeweils aus Indien und der Slowakei, drei jeweils aus Österreich, Russland und Schweden.

Der äthiopische Regierungschef sprach den Hinterbliebenen sein Beileid via Twitter aus: „Wir möchten den Familien von denen, die heute auf einem planmäßigen Ethiopian-Airlines-Flug nach Nairobi in Kenia ihr Leben verloren haben, unser tiefes Mitgefühl aussprechen.“ übersetzt die BILD den Tweet von Abiy Ahmed.

Laut „Süddeutsche“ gehöre die Maschine Boeing 737 MAX 8 zu den verlässlichsten Flugzeugen weltweit. Das Modell hob sich durch besonders spritsparende Motoren von seinen Vorgängern ab. Mit diesem Unglück ist die Boeing 737 MAX 8 zum zweiten Mal in wenigen Monaten wegen eines folgenschweren Absturzes in den Schlagzeilen. Am 29. Oktober 2018 war eine solche Maschine unter der Fluggesellschaft Lion Air kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt. Beim damaligen Unglück kamen 189 Menschen ums Leben. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, teilte der Flugzeug-Hersteller aus den USA im aktuellen Fall sein tiefstes Bedauern mit und kündigte an, bei den Ermittlungen zur Unglücksursache technische Unterstützung zu leisten.