Fußball-Star brutal ermordet: gefoltert und Genitalien abgetrennt

Sao Paulo-Star Daniel Corrêa Freitas wurde „fast enthauptet und von seinen Genitalien getrennt“ tot aufgefunden.

Brasilien: In der Stadt Sao Jose dos Pinhais (Bundesstaar Parana) machten Passanten am Samstag-Abend die schreckliche Entdeckung. Sie fanden die Leiche des 24-jährigen Fußball-Stars in einem Busch. Offensichtlich wurde Freitas brutal zugerichtet und ermordet. Medienberichten zu Folge sei so etwas in dem Gebiet, wo die Leiche vorgefunden wurde, keine Ausnahmeerscheinung. Die BILD-Zeitung zitierte einen Bericht mit folgendem Wortlaut: „Diese Straße ist ein bisschen verlassen und schon bekannt für das Abladen von Leichen. Alles deutet darauf hin, dass der Mann hier auf der Straße hingerichtet und etwa 100 Fuß lang geschleift wurde.“

Profi seit 2013
Daniel Corrêa Freitas war Mittelfeldspieler des Spitzensportclubs FC Sao Paulo. Der Profi war derzeit an den Zweitligisten Esporte Clube Sao Bento aus dem Bundesstaat Parana ausgeliehen. 2013 hatte Freitas in Rio sein Profidebüt gefeiert. Man nannte ihn auch „Daniel Messi“ weil er mit einem starken Dribbling hervorstach. Vor einer schweren Knieverletzung 2014 hat er sich jedoch nie wieder zurück zu seinen Spitzenleistungen erholt.

Der FC Sao Paulo bestätigte den Tod des Spielers in einer Twitter-Mitteilung: „Der Fußballverein von Sao Paulo bedauert zutiefst den Tod von Mittelfeldspieler Daniel Corrêa Freitas. Der Verein spricht der Familie des Athleten sein Beileid aus.“

Die Spieler seiner Mannschafft widmeten ihrem verlorenen Team-Mitglied am Montag eine Schweigeminute. Auf Twitter heißt es: „Vor Beginn des Trainings am Montag im CT der Barra Funda versammelten sich die Spieler von Sao Paulo im Mittelfeld, um Mittelfeldspieler Daniel zu würdigen.“

Gewalt allgegenwärtig in Brasilien
Brasilien gilt in Bezug auf seiner Kriminalitätsrate als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Im vergangen Jahr sollen 63.880 Menschen ermordet worden sein.

Trump der Tropen
Brasilien hat gerade erst einen neuen Präsidenten gewählt. Als Wahlsieger ging Jair Bolsonaro hervor. Viele nennen ihn Rechtspopulisten, Andere, z.B. die ARD bezeichnen ihn sogar als Rechtsextremisten und begründen ihre Einstufung mit der Rhetorik des Politikers, der immer wieder deutlich gemacht hatte, dass er gegen die freiheitliche, demokratische Grundordnung sei und autoritäre Ziele verfolge. Bereits 1993 soll Bolsonaro selbst gesagt haben: „Ja, ich bin für die Diktatur!“ Bis heute warb der 63-Jährige für eine Militärdiktatur und bezeichnete sie als „Revolution“. Ex-Trump-Chefstratege Stephen Bannon beriet Bolsonaro im Wahlkampf, viele nennen den extremen Politiker auch den „Trump der Tropen“.