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Gemetzel in Toronto: 2 Tote, 13 Verletzte bei Straßen-Schießerei

Am späten Sonntagabend fielen die Schüsse auf einer belebten Straße in der kanadischen Metropole Toronto: Die erschreckende Bilanz: 13 Menschen verletzt, darunter ein Kind, viele Schwerverletzte, zwei Todesopfer.

Der Täter eröffnete das Feuer im Stadtteil Greektown. Betroffen waren laut Polizeiangaben mehrere Häuserblocks. Ein Augenzeuge beschrieb den schusswütigen Menschen als weißen Mann zwischen 30 und 40, komplett schwarz gekleidet. „Ich sah jemanden einfach den Bürgersteig entlanggehen und in das Restaurant Demetres schießen“, sagte der Zeuge dem Fernsehsender CBC News.

Mehrere Zeugen aus der Nachbarschaft filmten das Geschehen auf der Straße. In einem Video ist sogar der Täter zu sehen, bevor sich der Mensch hinter der Kamera erschrocken zurückzieht.

Eine Augenzeugin befand sich zum Tatzeitpunkt in einem Restaurant: “Plötzlich hörten wir ein Geräusch, dass wie Feuerwerkskörper klang, aber es war extrem laut also drehten mein Partner und ich uns um. Dann sagte jemand: Duckt euch!!“

Die Polizei meldete zwei Tote, einer davon sei der Täter. Er soll in einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommen sein – wobei noch unklar ist, ob er getroffen wurde oder ob er sich selbst erschossen hat. Das zweite Todesopfer ist eine Frau. Unter den Schwerverletzten befindet sich ein neunjähriges Mädchen. In jüngster Zeit kam es in der kanadischen Metropole immer wieder zu Zwischenfällen mit Schusswaffen. Das örtliche Polizeiaufgebot wurde bereits aufgestockt.

Das Motiv des Schützen ist bisher unklar. Es werde in alle Richtungen ermittelt, Terrorismus eingeschlossen, zitierte „CNN“ den Polizeichef Mark Saunders. Die Stadträtinnen Paula Fletcher und Mary Fragedakis vermuten, der Schütze könnte psychisch gestört gewesen sein. Von Bandenkriminalität gehen sie nicht aus.

Erst im April hatte ein anderer Vorfall in Toronto der Welt erschüttert: Damals war ein Mann mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren und hatte dabei 10 Menschen ermordet. Im Nachhinein konnte kein terroristischer Zusammenhang festgestellt werden. Stattdessen schien der Lieferwagen-Killer sozial isoliert und in einem tiefen geschlechtlichen Konflikt zu stehen. In Social Media Analysen war aufgedeckt worden, dass der Mann unter sexuellen oder amourösen Misserfolgen litt und einen entsprechenden Hass auf erfolgreichere Männer bzw. Frauen die Männer abblitzen ließen, hegte.