Hoch „Dana“ ändert Unwetter-Kurs: Wo als nächstes Hochwasser droht

Hoch „Dana“ verändert den Kurs der Unwetter-Lage dramatisch. Für den Südosten Bayerns bringt das Erleichterung. Dafür zieht das Unwetter aber mit voller Wucht nach Österreich.

Hoch „Dana“ beeinflusst von Großbritannien herziehend die Wetterlage am Wochenende und verdrängt Tief „Bernd“, das viel Leid über die Bundesrepublik gebracht hat. In einigen Gebieten am Rhein bringt diese Wetterlage sogar Sonnenschein und bis zu 25 Grad. Auch die bestehenden Hochwassergebiete bekommen so eine Erleichterung zu spüren. Der Regen zieht Richtung Osten. Es bleibt eine Woche lang trocken und die Flüsse bekommen somit die Möglichkeit wieder abzuschwellen.

Doch vor allem in Bayern dürfte die Freude über „Dana“ groß sein: Denn das Hoch sorgt dafür, dass die schlimmsten Unwetterwolken weiterziehen. Entgegen vorheriger Prognosen wird der Südosten Bayerns von extremen Hochwassergefahren verschont bleiben. Dafür bricht der Dauerregen mit voller Härte über Österreich herein.

Leichte Hochwasserwarnung bleibt bestehen

Zwar werden an der Donau weiterhin hohe Pegelstände und leichte Überschwemmungen auf der Höhe von Passau erwartet, doch im Vergleich zum heftigen Katastrophenpotenzial der letzten Tage erscheinen diese Warnungen mild. Die Regenprognosen sind zurückgegangen. Deswegen geht „The Weather Channel“ von einem „beherrschbaren“ Hochwasser im Süden Bayerns aus.

Tief „Bernd“ verursachte in den letzten Tagen ein weitreichendes Unwetter mit Jahrhunderthochwassern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Am Samstagmorgen wurden 157 Todesopfer gezählt, 134 davon in Deutschland. Hinzu kommen mehr als 600 Verletzte in den stark betroffenen Gemeinden. Über die Anzahl der Vermissten gibt es derzeit keine aktuelle Meldung. Am Freitag war von 1300 Personen die Rede. Die Rettungskräfte und Räumungshelfer sind noch immer voll im Einsatz. Die Lage ist weiter unübersichtlich.

Neben etlichen Regionen in beiden Bundesländern, kam es in den angrenzenden Nachbarländern sowie am Hochrhein und am Bodensee zu Überflutungen. In Südbayern schwellen die Flüsse zur Stunde noch an.

Unwetterwarnung für Österreich

Die Starkregenfront baut sich von nun an immer weiter über der Alpenrepublik auf. Seit Samstagmorgen stürmt es bereits in der Großregion Wien. Über das Wochenende werden vom Tiroler Unterland bis zum niederösterreichischen Mostviertel teils starke Gewitter und Dauerregen erwartet. In Salzburg, Oberösterreich und Tirol bereiten die Einsatzkräfte sich auf Überflutungen vor. Im Bezirk St. Pölten sind bereits heute Feuerwehrkräfte im Dauereinsatz um Keller auszupumpen und angestautes Wasser von den Straßen zu leiten.

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