Irrer Bankeinzug schockiert Rewe-Kundin: Plötzlich 8,5 Mrd Euro Schulden

Angelika R. schaut ahnungslos in ihre Bank-App und dann der große Schock: Rewe hat demnach 8.590.000.000,42 € von ihrem Konto abgebucht. Ein Fehler mit Herzinfarkt-Risiko.

Die 33-jährige Mutter aus dem bayrischen Mitterfelden erschreckte sich fast zu Tode, als Sie in ihrer Bank-App las, dass ein Supermarkt bei dem Sie schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit Karte bezahlt hatte, rund acht Milliarden Euro von ihrem Konto abgebucht hatte. Der schockierende Bankeinzug mit dem Betreff „Rewe sagt Danke“ brachte der Frau von heute auf Morgen 8,5 Milliarden Euro Schulden, was diese veranlasste, sofort zum Telefon zu greifen, um die Situation aufzuklären.

Es bestätigte sich, dass es sich um einen Fehler handelte. Die Ursache dafür lag allerdings nicht bei Rewe, sondern bei der Bank. Angelika R. schreibt auf Facebook: „Nach reichlichen Telefonaten zwischen Rewe und meiner Bank bekam ich dann die Info das ein Fehler im System der Grund dafür war.“

Wie die BILD berichtet, beteuerte eine Commerzbank-Sprecherin, dass Rewe unschuldig sei. Demnach sei der Betrag nie wirklich abgebucht worden. „Ursache für die fehlerhafte Anzeige des Umsatzes ist die Nutzung einer veralteten Version der Banking-App.“ Durch ein Update verschwand der Fehler auch wieder. „Wo der Fehler konkret lag, wissen wir nicht“, sagt Peter Scholz von der Fakultät Informatik an der Hochschule Landshut zu BR24. Dazu müsse man das Gerät und die Server genauer analysieren. „Es könnte am Update gelegen haben, ich halte das für unwahrscheinlich“, sagt Scholz. „Wahrscheinlich ist der Fehler irgendwo im Zusammenspiel App, Datenbank, Internet, Geschäftslogik passiert.“ Als Entschuldigung ließ die Bank der 33-Jährigen einen Blumenstrauß zukommen.

Der Fall schockiert. Hat doch Stiftung Warentest gerade erst bestätigt: Bank-Apps von seriösen Anbietern seien in Sicherheitsfragen vergleichbar mit Online Banking am Computer. Die Stiftung Warentest hat dazu 38 beliebte Banking-Apps für Smartphones (iOS/Android) untersucht. Zwölf davon sind gut, vier nur ausreichend. Allerdings weist das Institut auch darauf hin, dass die Apps und das Smartphone-Betriebssystem stets aktuell gehalten werden sollten.

Aus Sicherheitsgründen sollten Banking-Apps außerdem nur aus den offiziellen App-Stores installiert werden. Ein großes Sicherheitsrisiko stellen öffentliche WLAN-Netzwerke dar. Niemals sollte man über ein offenes WLAN-Netzwerk Überweisungen tätigen. Gleiches gilt allerdings auch für Online Banking über den Browser – egal von welchem Gerät.