

Schon der Silvesterabend zeichnete sich nicht nur durch Böller-Krawalle und lebensgefährliche Feuerwerk-Eskapaden aus, sondern auch durch eisglatte Straßen und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Aber das wirklich gravierende Wetter steht Deutschland noch bevor. Schon ab heute Nachmittag und Abend warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schlimmen Wetterbedingungen, die sich über ganz Deutschland verteilen. Dabei fallen die Temperaturen nicht nur weiter, sondern auch orkanartige Windböen und jede Menge Neuschnee, auch im Flachland, kommen hinzu.
Whiteout-Gefahr im Norden
Für die Nordsee- und Ostseeküste sagt der DWD neben orkanartigen Windböen und starken Wintergewittern ein mögliches Whiteout voraus. Bei diesem Wetterphänomen verschmelzen der Himmel, der Boden, die Umgebung und der Horizont zu einer einzigen weiß-grauen Wand, bei der man die Orientierung verliert. Dies führt zu lebensgefährlichen Zuständen auf den Straßen und im Schiffsverkehr. Auch für das Erzgebirge sind die Vorhersagen besonders gravierend. Dort werden eisige Stürme mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Kilometern pro Stunde erwartet. Mit den Stürmen kommen starke Schneeverwehungen, die bis morgen Vormittag anhalten werden.
Amtliche Warnungen für Bayern
Für Bayern wurden amtliche Warnungen für zahlreiche Gebiete und Gemeinden herausgegeben, weil dort starke Winterstürme erwartet werden. Betroffen sind die Kreise Bad Kissingen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Bayreuth, Berchtesgadener Land, Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Kronach, Miesbach, Neustadt an der Waldnaab, Oberallgäu, Ostallgäu, Passau, Regen, Rhön-Grabfeld, Rosenheim, Straubing-Bogen, Schwandorf, Tirschenreuth, Traunstein und Wunsiedel. Dort können Winterstürme mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 90 Kilometern pro Stunde auftreten und zu lebensgefährlichen Zuständen im Freien führen. Anwohner sollten sich deshalb weitgehend zu Hause halten und nur im äußersten Notfall nach draußen gehen.
ADAC warnt vor Überresten.
Auch der ADAC schließt sich mit weiteren Warnungen an, und bittet Autofahrer, jedenfalls heute noch das Auto zu Hause zu lassen. Neben Glätte und schwierigen Sichtverhältnissen auf den Straßen kommen weitere Gefahren durch die vorangegangenen Silvesterfeiern hinzu. Besonders zurückgebliebene Glasflaschen und Feuerwerksbatterien, die aufgrund der Wetterlage noch nicht entfernt wurden, könnten gefährlich werden.