Kleinstadt in Bayern ist neuer Corona-Hotspot

Die bayrische Kleinstadt Rehau ist ein neuer deutscher Corona-Hotspot. In der oberfränkischen Stadt haben sich innerhalb von kürzester Zeit 15 Menschen mit dem Virus infiziert. Es handele sich bei den positiven Fällen um die ersten Covid-19-Patienten seit fünf Wochen, wie Landrat Oliver Bär (CSU) auf einer Pressekonferenz erklärte. Auch sprach er in Rehau von einem neuen lokalen Corona-Hotspot.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen sollen ab heute Massentests an einer Teststation stattfinden. Dort können sich die rund 10.000 Einwohner der Kleinstadt freiwillig und kostenlos testen lassen. Zudem sind ab kommender Woche Reihentests in den drei Seniorenheimen der Stadt geplant.
Bär rief zu Besonnenheit in dieser ungewissen Zeit auf: „Bitte behalten Sie Ruhe. Halten Sie die Hygiene-Vorschriften ein, Abstand halten und bitte tragen Sie Mundschutz, dann hoffen wir, dass wir auch diese Krise überstehen werden.“

Der erste von den bislang 15 positiv Getesteten war ein Familienvater. Mittlerweile wurden auch zwei Kinder der Familie positiv getestet. In Folge dessen mussten bereits zwei Klassen der Gutenberg-Schule in Rehau unter Quarantäne gestellt werden.

Bislang wurden in Rehau gerade einmal 100 Personen getestet. Von 71 liegen bereits Testergebnisse vor. Die 29 weiteren Ergebnissen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) werden im Lauf des Mittwochs erwartet.

Auch ist das Gesundheitsamt momentan darum bemüht, die Infektionsketten nachzuvollziehen und ruft dazu alle Kontaktpersonen an und ordnet je nach der Enge des Kontakts auch Tests und Quarantäne an.

Ein Lockdown scheint aktuell in diesem Kreis jedoch noch nicht notwendig zu sein. Erst ab 50 Fällen pro 100.000 Einwohner eines gesamten Landkreises wird dieser angehordnet. „Wir beobachten die Entwicklung und behalten uns auch weitere Maßnahmen vor“, so Landrat Bär auf BR-Anfrage

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