Krankenhaus-Skandal: Säuglinge sterben nach Geburt

Es ist eine Fallreihe, die selbst hartgesottenen Ermittlern die Luft raubt: Mysteriöse Tode von Säuglingen in Großbritannien. Eltern der Kinder suchen nach Antworten: Was ist im Krankenhaus passiert und warum mussten ihre Kinder einfach so sterben? Die Todesfälle ereigneten sich in den letzten Jahren immer wieder in verschiedenen britischen Kliniken.

Ersten Erkenntnissen nach seien die Todesfälle auf jeden Fall vermeidbar gewesen. Wie die Zeitschrift „Express“ nun berichtete, sind nun sogar wieder neue und ganz aktuelle Fälle von toten Säuglingen aufgetaucht.

Eine unabhängige Untersuchung hat bislang 1.800 solcher Fälle in einem Bericht des Shrewsbury and Telford Hospital NHS Trust entdeckt. In einem Bericht ist die Rede von einer „toxischen“ Kultur, die schon 40 Jahre besteht. Die Babys hatten nach dem Aufenthalt in den Krankenhäusern körperliche Behinderungen. Bedenken und Auffälligkeiten der Eltern wurden vom Personal jedoch immer wieder zurück gewiesen. Ernstgenommen wurden die besorgten Eltern vom medizinischen Fachpersonal dabei nie.

Auch die Organisation in britischen Kliniken scheint verbesserungswürdig zu sein: Bei den toten Babys wurden beispielsweise die Namen verwechselt und ein Säugling wurde in den Aufzeichnungen als „es“ bezeichnet.

Ins Rollen brachten die Untersuchungen die beiden betroffenen Elternpaare Richard und Rhiannon Stanton-Davies sowie Kayleigh und Colin Griffith. Die Töchter der beiden waren nur wenige Stunden nach ihrer Geburt in den britischen Kliniken verstorben. Die Obduktion der Säuglinge brache damals keine Erkenntnis.

Die Suche nach der Todesursache geht nun weiter. Bleibt zu hoffen, dass sie schnell gefunden wird und nicht noch mehr Neugeborene unter mysteriösen Umständen in den Kliniken sterben. Wichtig ist es in jedem Falle zu dem, die besorgten und aufmerksamen Eltern Ernst zu nehmen, statt sie abzuwinken. Möglicherweise hätten viele Todesfälle so verhindert werden können.

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