Krankenkassen: Zusatzbeitragshammer – nur diese Kassen sind noch günstig

Kaum jemand würde Nein zu 546 Euro mehr sagen, doch die meisten Krankenkassenpatienten wissen gar nicht, dass sie so viel sparen könnten. Und das ist kein Wunder: Nur wenige Krankenkassen können 2026 Zusatzbeiträge unterhalb des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes anbieten.

Das Sparpaket für die Krankenkassen ist seit vielen Monaten ein heiß diskutiertes Thema: Sicher ist, dass das Geld bei weitem nicht ausreicht. Aus diesem Grund müssen viele Krankenkassenpatienten 2026 tiefer in die Tasche greifen. Wie sich jedoch herausstellt, tun Millionen das völlig unnötig.

Krankenkassenbeiträge: Stiftung Warentest errechnet Ersparnis von 546 Euro
Nach Berechnungen der Stiftung Warentest könnte ein Arbeitnehmer mit 3000 Euro Bruttoeinkommen pro Monat durch einen Wechsel von einer Krankenkasse mit 4 % Zusatzbeitrag zur günstigsten Option 327 Euro pro Jahr sparen. Ein Gutverdiener, der dasselbe tut, könnte bis zu 546 Euro pro Jahr sparen.

Nur diese Kassen sind 2026 noch günstig
Die Möglichkeiten, erhebliche Beträge zu sparen, sind jedoch rar gesät. Laut einer von n-tv erstellten Tabelle erheben nur sieben Krankenkassen einen Zusatzbeitrag, der unter dem vom Bundesgesundheitsministerium für 2026 festgelegten durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % liegt. Diese sind wie folgt:

#7: HEK mit 2,89 %
#6: WMF BKK mit 2,85 %
#5: Techniker Krankenkasse mit 2,69 %
#4: Audi BKK mit 2,6 %
#3: hkk mit 2,59 %
#2: Tui BKK mit 2,55 %
#1: BKK firmus mit 2,18 %

Die BKK firmus ist also mit Abstand der günstigste Anbieter. Natürlich sollten Sie sich immer gründlich über die angebotenen Leistungen informieren und darauf achten, eine Krankenkasse zu wählen, die die von Ihnen benötigten Leistungen anbietet. Laut Finanztipp bietet die hkk das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, gefolgt von der Techniker Krankenkasse und der BKK firmus. Wer ein gutes Angebot für Familien sucht, sollte sich die DAK-Gesundheit anschauen. Der etwas höhere Zusatzbeitrag von 3,2 % wird durch ein umfassendes Leistungsangebot ausgeglichen.

Krankenkassenpatienten haben bis zum Monatsende Zeit
Der Wechsel der Krankenkasse ist ganz einfach: Voraussetzung ist, dass Sie seit 12 Monaten bei Ihrer Krankenkasse versichert sind oder dass Ihr Beitragssatz gerade erhöht wurde (Sonderkündigungsrecht). Ist dies der Fall und haben Sie eine neue Krankenkasse gefunden, können Sie einen Antrag auf Aufnahme stellen. In der Regel ist dies über die Website des Anbieters, per E-Mail oder Telefon möglich. Ihre neue Krankenkasse informiert die alte über den Wechsel und reicht die Kündigung in Ihrem Namen ein. Dann brauchen Sie nur noch etwas Geduld: Ihre Mitgliedschaft bei der neuen Krankenkasse beginnt 2 Monate nach Ablauf des Monats, in dem Sie gekündigt haben, d. h. wenn Sie Ihren Antrag vor Ende Januar stellen, wechseln Sie tatsächlich ab April zu Ihrer neuen Krankenkasse. In der Zwischenzeit müssen Sie aber die höheren Beiträge an Ihre bestehende Krankenkasse zahlen.

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Oskar Herbert