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LKA Niedersachsen warnt vor gefährlicher E-Mail

Ein gefährlicher E-Mail-Anhang zielt besonders auf Arbeitnehmer und Unternehmer ab. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt aktuell vor einer Häufung der kriminellen E-Mail.

Unternehmen und Angestellte die im Personalbereich arbeiten, sind aktuell zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Derzeit kursiert eine gefälschte Bewerbungs-E-Mail mit einem Anhang, der von vielen Virenprogrammen noch nicht als Schadsoftware erkannt wird, jedoch erhebliche Schäden anrichten kann. Da diese E-Mails derzeit gehäuft vorkommen, sprach das Landeskriminalamt Niedersachsen eine offizielle Warnung aus.

Aktuell werden die E-Mails mit dem Betreff „Bewerbung auf die Stelle bei der Arbeitsagentur“ versendet. Die vermeintliche Bewerberin unter dem Namen „Doris Samer“ verweist darin auf ihre Bewerbungsunterlagen im Anhang. Darin befindet sich aktuell eine Datei im DOC-Format oder ZIP-Format, öffnet man sie, installiert sich die gefährliche Schadsoftware. Das Landeskriminalamt Niedersachsen wies darauf hin, dass sowohl Betreff als auch der vermeintliche Bewerbername sich jederzeit ändern könnten.

Wenngleich die Warnung aktuell ist, so ist die Bedrohung nicht neu. Bereits vor Monaten wurden vergleichbare E-Mails versendet. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche Variationen registriert. Gemeinsam ist den gefährlichen E-Mails, dass sie sehr authentisch wirken. Teilweise gingen E-Mails umher, die sich in Betreff und Anschreiben auf tatsächlich ausgeschriebene Stellen samt Stellennummer bezogen. Nur der darunter stehende Text sei bisher noch sehr allgemein formuliert gewesen. Außerdem befand sich in den E-Mails meistens ein sympathisches Bewerbungsfoto. Die darauf abgebildeten sowie die genannten Personen sind unschuldig und wurden selbst Opfer eines Identitätsdiebstahls.

Der Virus im Anhang wird als Trojaner eingestuft und ist in der Lage, weitere Software auf dem Computer zu installieren. Es wurden Fälle beobachtet, in denen nach Öffnen des Anhangs alle Daten auf der Festplatte unbrauchbar gemacht wurden und anschließend eine Lösegeldforderung bei den Opfern einging. Auch Erpressungen unter der Androhung von Datenmissbrauch sind denkbar.

Nicht immer hinterlassen Computerviren sofort sichtbare Spuren auf dem PC. Manche agieren im Hintergrund, während der Computer normal weiterverwendet werden kann. Dabei können hochsensible Daten in die falschen Hände geraten. Wer einen Anhang geöffnet hat und dabei verdächtige Beobachtungen macht, sollte daher mit der IT-Abteilung sprechen oder den PC selbst durch Antivirensoftware scannen. Manchmal zeigt sich ein Virusbefall im Hintergrund dadurch, dass der PC immer langsamer wird, willkürlich Fenster und Programme im Hintergrund öffnet oder dass plötzlich vermehrt Pop-Up-Werbeanzeigen erscheinen.

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Stephan Heiermann