Motorrad-Crash mit drei Todesopfern: Spielten sie “Angsthase”?

Zwei Motorräder sind aufeinander zugerast. Es bleiben drei Tote zurück und die Trümmerteile von zwei völlig zerstörten Krafträdern. Die Ermittler rätseln noch, wie es zu dem Crash kommen konnte. Möglicherweise handelte es sich um eine Mutprobe.

Bei einem Bikertreffen am Samstag kamen drei Männer ums Leben. Alle drei waren in einen mysteriösen Motorradunfall verwickelt, bei dem zwei Krafträder frontal gegeneinander gefahren sind und sich streiften.

Es kam zu einem folgenschweren Unfall, bei dem alle Beteiligten ums Leben kamen. Die Trümmerteile wurden weit verstreut am Ort des Geschehens verteilt, eine Flugzeuglandebahn auf einem ehemaligen Militärflughafen im Norden Brandenburgs.

Zwei Fahrer, ein 46-jähriger Mann aus Wittstock (Brandenburg) und ein 47-jähriger Mann aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt waren offensichtlich frontal aufeinander zugefahren. Auf der Maschine des Bikers aus Haldensleben saß außerdem ein 35-jähriger Mann aus Norderstedt (Kreis Segeberg) in Schleswig-Holstein. Die beiden Motorräder streiften sich seitlich und gerieten dabei außer Kontrolle. So viel konnte die Polizei bereits ermitteln. Alle drei Männer erlagen ihren Verletzungen in Folge des Unfalls. Wie schnell die Motorräder zum Zeitpunkt des Zusammenpralls waren, ist noch unklar.

Bei dem Bikertreffen auf dem stillgelegten Flugplatz in Wittstock kamen etwa 50 Motorradfahrer aus ganz Deutschland zusammen. Die Biker hatten sich über das Internet verabredet. Welche Aktionen auf dem Event geplant waren, ist nicht bekannt. Keiner der anderen Biker will den Unfall gesehen haben. Zeugen berichten lediglich, dass sie einen Knall gehört hätten. Die Polizei ermittelt, ob Videos gemacht und evtl. verbreitet worden sind.

Laut „Bild“-Zeitung soll jemand vor Ort behauptet haben, die drei Verunfallten hätten „Angsthase“ gespielt. Dabei handelt es sich um eine Mutprobe, die oft tödlich ausgeht: Zwei Kontrahenten fahren frontal aufeinander zu. Der der abdreht (der Angsthase), verliert. Der Andere gewinnt. Wenn keiner aufgibt, gewinnen beide, bezahlen aber in der Regel mit dem Leben. Genau das könnte hier passiert sein. Die Polizei wollte das nicht kommentieren. Vermutlich möchte man keine Nachahmer motivieren.

Der alte Flugplatz ist frei zugänglich und dort gilt auch nicht die StVO. Nun stellt sich die Frage, ob die Gemeinde das ändern wird. Der zuständige Polizeieinsatzleiter erklärte am Sonntag, dass nun darüber beraten würde, wie man schwere Unfälle auf der Betonpiste verhindern könnte. Möglicherweise werden Hindernisse aufgebaut, um Spaßfahrten oder unkontrollierte Wettrennen zu verhindern.

2 Kommentare

  1. Habe kein Mitleid für solche HIRNLOSEN RENNEN und MUTPROBEN!!! Das ALTER spielt bei solchen LEBENSMÜDEN WOHL KEINE ROLLE.
    Die Beteiligten waren doch in einem ALTER wo der Verstand eingeschaltet und zum LEBEN dazu gehört. Bei DENEN wurde der Verstand beim AUFSTEIGEN auf das Motorrad ausgeschaltet, nun haben SIE IHR LEBEN für SINNLOSES aufgegeben. Aber ES wird sich dadurch NICHTS ändernde RASEREI und IGNORANZ der Verkehrsregeln ist HEUTE ein SPORT ,das sieht man JEDEN TAG auf der STRASSE. Geschwindigkeitsbegrenzung und Überholverbote sind LUFTVERKEHRSSCHILDER die gibt es garnicht.

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