Rätselhafte Erkrankung aus Badesee macht Ärzten Sorge

Nach einem Badetag im See sind etliche Kinder mysteriös erkrankt. Zwei davon mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. Sie litten unter diversen, teils schweren Symptomen. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel, denn theoretisch ist das Seewasser einwandfrei.

Der See „Tiefer Ziest“ bei Teterow in Mecklenburg-Vorpommern wurde vorerst für Badegäste gesperrt. Was mit dem Wasser falsch ist, weiß aber niemand. Die Sperrung ist eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem 19 Kinder auf rätselhafte Art und Weise erkrankt sind.

Die 19 Mädchen und Jungen haben nur eins gemeinsam: Sie badeten in dem idyllischen See im Landkreis Rostock. Danach litten sie unter Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Zwei davon entwickelten so schwere Symptome, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

Die Ursache für diese Symptome konnte bis jetzt nicht gefunden werden. Das Krankheitsbild stellt Ärzte vor ein Rätsel. Für die Mediziner ist zunächst unverständlich, warum nur Kinder betroffen sind. Auch Erwachsene kühlten sich in dem Gewässer ab. Sie zeigen jedoch keine Symptome.

Der erste Verdacht fiel auf eine Belastung mit Blaualgen oder Zerkarien. Doch beide Erreger konnten nicht in dem See nachgewiesen werden. Der See wurde durch Sachverständige begutachtet, Wasserproben wurden ins Labor geschickt. Danach teilte der Landkreis Rostock mit: „Das Wasser ist klar, zeigt keine Auffälligkeiten, kein Wildvogelbesatz, an der Badestelle auch kein entsprechender Kot, keine Verunreinigungen“.

Auch eine Lebensmittelvergiftung wurde nach aktuellem Stand der Ermittlungen ausgeschlossen. Die Kinder seien aus verschiedenen Gruppe und Familien an den See gekommen – ohne Verbindung zueinander. Außerdem gebe es vor Ort keine gastronomischen Angebote. Dass ein Eishändler oder eine Imbissbude versehentlich Keime verteilt hat, kann also ausgeschlossen werden.

Den Behörden bleibt ein letzter Verdacht: Vielleicht wurde das Wasser durch menschliche Fäkalien verunreinigt und dabei Krankheitserreger ins Wasser getragen. Kinder, die Wasser eher schlucken als Erwachsene, könnten sich damit infiziert haben. Eine entsprechende Wasserprobe wurde zuletzt am 19. Juli entnommen. Die Ergebnisse der Laboranalyse stehen noch aus.

In den Tiefen des Sees befinden sich ohnehin unheimliche Gegenstände. Auf dem Grund des 11 Meter tiefen Gewässers liegen zwei Flugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg. Das Eine wurde seinerzeit durch einen Treffer vom Himmel geholt und landete im See. Das Andere wurde zur Landung auf dem zugeisten See im Winter aufgesetzt und war dabei eingebrochen.

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Ein Kommentar

  1. Komisch, dass immer zuerst die Natur oder Tierwelt als Verursacher solcher Vorkommnisse beschuldigt wird. Was ist mit den Giften, Chemikalien, Hinterlassenschaften die häufig von Menschen in Gewässer eingeleitet werden? Außerdem gibt´s auch noch sowas, wie einen Sonnenstich. Der macht genau die gleichen Symptome. Das kann an einem heißen Tag schon Mehrere treffen.
    Aber Hauptsache Panik verbreiten. Kommt nur noch, dass das Wasser aus dem See abgelassen wird (und damit die ganze umgebende Natur/Tierwelt zerstört). Das gab´s ja auch schon öfter…

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