

Reiseexperten haben eine dringende Warnung herausgegeben: Ein beliebtes Urlaubsziel hat sich von einem Traum zu einem Albtraum verwandelt. Noch im letzten Jahr strömten Millionen deutscher Touristen dorthin, doch in diesem Jahr ist ein Urlaub auf den Kanarischen Inseln das Letzte, was man in Erwägung ziehen sollte.
Jedes Jahr stellen Reiseexperten eine Liste für den renommierten Fodor’s Travel Guide zusammen. Statt „10 tolle Sonnenziele“ ist diese Liste eine „No List“: Sie enthält Reiseziele, von denen derzeit besonders abzuraten ist. Dieses Jahr enthält sie eine Überraschung: eines unserer liebsten Reiseziele.
Kanarische Inseln: Massentourismus mit schrecklichen Folgen
Die Kanarischen Inseln sind mit ihrer einzigartigen vulkanischen Landschaft, dem warmen Klima und den schönen Stränden eine besonders attraktive Inselgruppe. Wenn man dann noch bedenkt, dass sie weniger als 5 Flugstunden von deutschen Flughäfen entfernt sind, ist es kein Wunder, dass jedes Jahr Millionen von Urlaubern dorthin strömen.
Doch genau darin liegt das Problem: Wie die Experten von Fodor’s warnen, sind die Kanarischen Inseln schlichtweg nicht auf die Menge an Touristen eingestellt, die noch immer kommen: über 18 Millionen im Jahr 2024, und über 14 Millionen internationale Besucher wurden in den ersten 11 Monaten des Jahres 2025 verzeichnet. Das Ergebnis: Mietpreise, die für viele Einheimische fast unerschwinglich sind. Ein alarmierender Verlust an biologischer Vielfalt durch die Überfüllung. Hinzu kommt die ständige Gefahr von Wasserknappheit und die Belastung der Infrastruktur sowie die Tatsache, dass das Gedränge an den Stränden und in den öffentlichen Bereichen zu Spannungen zwischen den Menschen führt.
Kein Wunder also, dass die Einwohner die Nase voll haben: Auf mehreren Inseln ist es zu massiven Protesten gekommen, und obwohl der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für die Kanaren darstellt, ist die Stimmung gegenüber den Besuchern vielerorts feindselig geworden.
Das verspricht keinen angenehmen Urlaub! Aber es kommt noch schlimmer: Die Überfüllung durch die Menschenmassen verursacht auch ernsthafte Probleme bei der Abwasserreinigung. Die Strände müssen immer häufiger geschlossen werden. Fodor’s schreibt: „Stellen Sie sich vor, Sie waten in den kristallklaren Gewässern der Hotelanlagen, nur um festzustellen, dass täglich 100 Millionen Liter ungeklärte oder kaum geklärte Abwässer ins Meer fließen und die Strände mit Fäkalien verunreinigen.“
Urlauber aufgepasst! Warnung für 7 weitere Reiseziele
Die Kanaren sollten also 2026 besser gemieden werden, damit die Inseln und die Bevölkerung eine dringend benötigte Pause genießen können. Aber sie sind nicht das einzige Reiseziel, vor dem Fodor’s warnt… Weitere Orte, die Sie nicht besuchen sollten:
– die Jungfrau-Region, Schweiz
– Montmartre, Paris
– Isola Sacra, Fiumicino, Italien
– Mombasa, Kenia
– Mexiko-Stadt
– Glacier National Park, Montana, USA
– Antarktis
Ja, die Antarktis: Bis vor kurzem war sie eine der einsamsten Regionen der Erde, aber zwischen 2023 und 2024 kamen 120.000 Besucher, und diese Zahl wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich verdoppeln. Das Ergebnis ist eine immense Belastung für eine ebenso empfindliche wie einzigartige Umwelt – die Besucher zerstören am Ende genau das, wofür sie so weit gereist sind.
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Für Super-Kommentator "Superstar" ist Abraten vermutlich nur die Vorstufe vom Verbieten.