Salami-Rückruf: Robert Koch-Institut findet EHEC in Salami

Die Zentrale Handelsgesellschaft mbH informiert über den Rückruf einer Salami. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bei einer Routinekontrolle enterohämorrhagische E.coli (EHEC) nachgewiesen. Diese können schwere Krankheiten verursachen, insbesondere bei Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Die „Jeden Tag“ Paprikasalami in der 200g Packung wurde wegen möglicher Keimbelastung zurückgerufen. Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurde in der Wurst das Bakterium enterohämorrhagische E.coli (EHEC) nachgewiesen. Gefunden wurde die Kontaminierung bei einer Routinekontrolle durch das RKI.

Die genaue Produktbezeichnung lautet: „Jeden Tag“ Paprikasalami mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 29.05.2021. Die Chargennummer ist 1104.

Vertrieben wurde die Salami nach Angaben des Bundesamtes in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Laut Zentrale Handelsgesellschaft mbH wurde der Artikel ausschließlich über Filialen der Handelskette Globus verkauft.

Die betroffene Charge wurde auf Anweisung des Herstellers sofort aus den Regalen genommen. Kunden die das Produkt zuvor bereits gekauft haben, werden gebeten, die Salami nicht mehr zu verzehren, da eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Bitte entsorgen Sie den Artikel oder bringen ihn zurück zum Markt, wo er erworben wurde. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbelegs erstattet.

Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit enterohämorrhagische E.coli-Bakterinen verseucht sind, kann die sogenannte EHEC-Erkrankung auslösen. (Sie wird auch STEC oder VTEC genannt). Innerhalb einer Woche zeigt sich die Krankheit durch Symptome wie Durchfall und Bauchkrämpfe. Bei gesunden Menschen mit intaktem Immunsystem sollten die Symptome nach kurzer Zeit wieder abklingen.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. Säuglinge, Kleinkinder, Senioren) können dabei auch schwere Krankheitsverläufe entwickeln. Dies kann sich durch blutige Durchfälle zeigen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle kann sich im Anschluss an die genannten Darmsymptome ein sogenanntes hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. HUS zeigt sich durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren. Wenn HUS nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zu Nierenversagen führen. Oft ist eine Dialyse erforderlich.

Das RKI empfiehlt bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen und auf eine mögliche EHEC/STEC-Infektion hinzuweisen. Wer glaubt, dass er betroffen sein könnte, aber keine Symptome zeigt, muss nicht zum Arzt. „Sich ohne Symptome vorbeugend in ärztliche Behandlung zu begeben, ist nicht sinnvoll“, wird das Institut zitiert.

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