Schock für Verbraucher: Massive Schließungen bei beliebtem Discounter

Immer mehr bekannte Geschäfte verschwinden – oft ohne Vorwarnung. Und wie nun bekannt wurde, werden viele Verbraucher schon bald eine weitere Lücke in ihrer Einkaufsmeile bemerken: Ein beliebter Discounter hat angekündigt, dass er zahlreiche Filialen schließen wird.

Die Zeiten sind hart für stationäre Geschäfte – immer mehr Unternehmen sind gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen. Im aktuellen Fall werden viele Tausend Verbraucher feststellen, dass ihre Einkaufsmöglichkeiten noch weiter eingeschränkt werden.

Deutscher Discounter kündigt Filialschließungen an
Der Textil-Discounter-Riese KiK hat angekündigt, 50 seiner Filialen zu schließen – etwa die Hälfte davon in Europa und die andere Hälfte in Deutschland –, weil ihre Leistung weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das mag nicht viel klingen, aber das sind nur die Pläne für das erste Quartal des Jahres. Wie die Lebensmittel Zeitung schreibt, berichten Insider, dass weitere 400 Filialen der Kette identifiziert wurden, die als „notleidend“ gelten, also rote Zahlen schreiben. Ihr Schicksal könnte sich bald entscheiden, und 170 davon befinden sich in Deutschland.

Verbraucher müssen sich umstellen
Und das ist noch nicht alles: Während KiK lediglich bestätigt hat, dass „Planungen bezüglich der weiteren Ausgestaltung unseres Filialnetzwerks noch nicht abgeschlossen“ sind, ist nun bekannt geworden, dass möglicherweise weitere Schritte unternommen werden, wie beispielsweise die Verkürzung der Öffnungszeiten, um Personalkosten zu sparen und die Wirtschaftlichkeit schwacher Standorte zu verbessern. Wie t-online berichtet, könnten in Deutschland bis zu 3-4 Filialen pro Region davon betroffen sein.

Weitere Anpassungen möglich
Eine gute Nachricht dabei: KiK versichert, dass die Mitarbeiter der von der Schließung betroffenen Filialen die Möglichkeit haben werden, eine Anstellung in einer anderen Filiale des Unternehmens zu finden. Immerhin gibt es europaweit noch über 4000 KiK-Filialen. Angesichts der Tatsache, dass die Anpassungen des Discounters im Interesse einer höheren Rentabilität der Kette noch lange nicht abgeschlossen sind, dürfte sich mancher aber wohl fragen, wie sicher sein Arbeitsplatz letztendlich ist.

Deutsche wollen weniger für Mode ausgeben
Die Bemühungen von KiK, die Performance seines Filialnetzes zu verbessern, sind schließlich gerechtfertigt: So viele einst beliebte Modegeschäfte und Schuhläden sind in den Jahren seit der Pandemie in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten. Während die Kosten gestiegen sind, ist das Interesse der Verbraucher zurückgegangen – laut einer aktuellen Umfrage planen 45 Prozent der Deutschen, künftig weniger Geld für Mode auszugeben. Eine beunruhigende Aussicht für den Discounter aus NRW.

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Oskar Herbert