Schweden misstrauen Corona-Impfung wegen Erfahrungen mit Impfschäden

Viele Schweden misstrauen den Corona-Impfstoffen. Sie hatten 2009 eine riesige Impfkampagne mit einem neuen Präparat. Doch viele Kinder litten danach unter verheerenden Nebenwirkungen. Damals war die Bevölkerung mit einem gerade erst zugelassenen Impfstoff gegen die Schweinegrippe immunisiert worden.

In Schweden regt sich Widerstand gegen die Corona-Impfung. Dabei gelten die Schweden nicht als impfkritisch. 90 Prozent der Kinder sind gemäß Impfempfehlung immunisiert. So war auch 2009 die Bereitschaft groß, einer Impfkampagne gegen die Schweinegrippe zu folgen. Nachdem 60 Prozent der Bevölkerung sich impfen ließen, traten jedoch bei hunderten jungen Menschen Nebenwirkungen auf, die bis heute nachwirken.

Im Sommer 2010 erklärte die schwedische Arzneimittelbehörde, dass es einen Zusammenhang zwischen Narkolepsie-Fällen bei Kindern und dem Impfstoff Pandemrix gegen die Schweinegrippe geben könnte. Bei Narkolepsie handelt es sich um die sogenannte Schlafkrankheit.

Auch in anderen Europäischen Ländern häuften sich nach der Impfung mit Pandemrix Fälle von Narkolepsie. Der Hersteller GlaxoSmithKline wurde auf viele Millionen Entschädigungszahlungen verklagt.

Fälle von Narkolepsie traten nach 2009 in Finnland, Irland, Frankreich und Großbritannien auf. In Deutschland wurden etwa 50 Fälle nachgewiesen, die im Zusammenhang mit Pandemrix stehen könnten. Doch nirgendwo hatte die Bevölkerung sich in so großer Zahl gegen die Schweinegrippe impfen lassen, wie in Schweden. Daher sind die Schweden auch besonders sensibel für mögliche Nebenwirkungen neuentwickelter Impfpräparate, wie jetzt bei den Impfstoffen gegen Sars-CoV-2

Studie findet möglichen Zusammenhang zwischen Narkolepsie und Pandemrix

Narkolepsie ist eine chronische Nervenerkrankung. Betroffene verlieren die Kontrolle über Schlafen und Wachen. Einige Patienten schlafen bis zu 40 Mal am Tag willkürlich ein. Ein normales Leben ist damit nicht mehr möglich. Autofahren und viele Berufe sind lebensgefährlich. „Ich habe andauernd Schlafattacken, auch in den unpassendsten Momenten: beim Essen, beim Vorstellungsgespräch, bei Vorlesungen an der Uni“, schildert eine Betroffene aus der Stadt Örebro. „Die Narkolepsie hat mein Leben zerstört.“ Die Nachrichten über den bald zugelassenen Corona-Impfstoff wecken in der 21-jährigen Frau schlimmste Befürchtungen.

2015 fanden Forscher um Lawrence Steinman von der Stanford University in Kalifornien eine mögliche Erklärung für die Narkolepsie als Folge der Schweinegrippe-Impfung. Sie entdeckten ein Virusprotein, das einer Andockstelle im Gehirn ähnelt. Die Forscher beschrieben im Fachmagazin „Science Translational Medicine“, dass das Immunsystem nach der Impfung möglicherweise auch gegen die eigenen Zellen vorgehe, nämlich gegen jene, die das Schlafverhalten beeinflussen. Nachweise entsprechender Antikörper fanden die Forscher in den Blutproben finnischer Patienten.