

Nach Schnee, Eis und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt kann Deutschland sich in dieser Woche auf eine Reihe gravierender Wetteränderungen einstellen. Nicht alle werden gleichermaßen willkommen sein, auch wenn höhere Temperaturen und eine allgemeine Frühlingsstimmung gute Laune verbreiten. Ab Mitte der Woche kommt ein außerordentliches Wetterphänomen hinzu, das sich durch ein unvergleichliches Licht zuerst am Himmel bemerkbar macht. Warme Luftströmungen aus dem Süden bringen nämlich den Saharastaub wieder bis ganz nach Deutschland.
Nährboden für Wälder
Der mineralreiche Staub bietet eine willkommene Bereicherung für die Wälder hierzulande, die auf den Wüstenstaub für ihren Fortbestand angewiesen sind. Wer allerdings sein Auto draußen parkt oder Wäsche aufhängt, muss damit rechnen, dass der feine Staub sich darauf ansammelt und sich trotz wiederholter Reinigung nicht einfach entfernen lässt. Auch Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma leiden besonders unter diesem Wetterphänomen und sollten laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ihre Aufenthalte im Freien beschränken. In Südeuropa werden jährlich während der Saharastaub-Episoden weit höhere Todesfälle als normal registriert. Die ersten Ausläufer des Saharastaubs werden am Donnerstag erwartet. Die Ankunft wird durch einen getrübten Himmel angekündigt, weil der Staub teilweise die Sonnenstrahlen blockiert.
Gefahr für Hochwasser steigt
Neben dem Staub bringen die warmen Strömungen aus Nordafrika auch weitaus höhere Temperaturen mit sich, die in Gebirgsbereichen zu einer massiven Schneeschmelze führen werden. Damit werden die durch den Regen bereits angeschwollenen Flüsse und Seen enorm belastet und es kann zu Hochwasser und Überschwemmungen in der Nähe von Gewässern kommen. Am Rhein wurden bereits am Wochenende gefährlich hohe Wasserpegel gemessen, die sich durch die drohende Schneeschmelze schnell in eine Hochwasserkatastrophe ausarten können. Auch in Sachsen-Anhalt und Bayern sieht man nach langen Perioden mit Niederschlägen zurzeit mit Sorge auf die steigenden Wasserpegel, die bereits nahe dem Alarmstufenbereich liegen.