Springreiten-Weltcup endet mit Schrecken: Kind von Kutsche überrollt

Schock beim Springreiten-Weltcup am Sonntag: Bei der Siegerehrung zum Großen Preis von Leipzig wurde ein Kind von einer Kutsche erfasst und überrollt!

Das Publikum bei der Siegerehrung auf der Messe “Partner Pferd” musste einen extremen Schockmoment erleben. Kurz vor der großen Siegerehrung wurde ein neunjähriges Mädchen von einer vierspannigen Pferdekutsche erfasst und überrollt.

Die Kutsche rollte über das Bein des Mädchens. Der Unfallbereich wurde sofort abgesperrt und das Kind notärztlich versorgt. Die Veranstaltung wurde sofort unterbrochen. Nach quälenden Minuten meldete Messechef Martin Buhl-Wagner: „Das Kind hat keine schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen. Das Rad der Kutsche hat wohl den Oberschenkel erwischt. Nach ersten Erkenntnissen ist nichts gebrochen.“

Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag. Besagtes Mädchen war eines der sogenannten „Schleifenkinder“. Diese schmücken die Gewinnerpferde mit Schleifen. Sie warteten auf dem großen Parcour-Gelände als die Kutsche kurz vor der eigentlichen Siegerehrung an ihnen vorbeifuhr.

„Die kleine Rosalie stand als Letzte, wurde vom ersten Rad erwischt, fiel dann hin und wurde vom zweiten überrollt“, erklärte Weltcup-Veranstalter Volker Wulff (66) im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Sie habe großes Glück gehabt, dass der Untergrund aus Sand bestand. Außerdem sei die Kutsche leer und schnell unterwegs gewesen. All diese Umstände hätten dazu geführt, dass die Kräfte, die auf die Gliedmaßen des Mädchens eingewirkt hatten, nicht allzu heftig waren. Die Kutsche ist mehr oder weniger über sie hinweg geflogen.

Das Kind wurde zu weiteren Untersuchungen in ein Leipziger Krankenhaus gebracht. Der 9-Jährigen soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Sie habe im wesentlichen Blessuren an Armen und Beinen sowie einen großen Schrecken erlitten. Die Veranstalter teilten noch am Sonntagabend mit, dass das Mädchen trotz der schlechten Erfahrung auch nächstes Jahr wieder dabei sein wolle.

Etwas mehr als 30 Minuten nach dem Vorfall konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden. Die Stimmung blieb jedoch verhalten und die Feierlichkeiten fielen weniger pompös aus als normalerweise.

Unklar ist, ob der Vorfall Konsequenzen für den verantwortlichen Kutschführer hat. Beobachter vermuten, dass die Kutsche beim Rausfahren aus dem Innenraum eine zu enge Kurve eingeschlagen habe und deshalb zu nah an den Gästen vorbeifuhr. Ob dabei ein Verschulden im Sinne von Fahrlässigkeit vorliegt, muss noch geprüft werden.

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