Tote und Verletzte nach Lawinenabgang in den Alpen

Wer zurzeit plant, einen Urlaub in den Alpen zu machen, sollte sich besser über die augenblicklichen Schneeverhältnisse im Voraus informieren. Seit Freitag sind mehrere Skifahrer und Bergwanderer von Lawinen erfasst worden. Dabei gab es auch mehrere Todesopfer. Die österreichische Bergwacht bittet jetzt darum, sich dem Alpengebiet vorerst fernzuhalten, weil die Gefahr, entweder eine Lawine auszulösen oder davon begraben zu werden, im Augenblick zu hoch ist. 

Deutscher stirbt in der Schweiz 

Den Auftakt zu der dramatischen Lawinenserie machte eine Gruppe von sieben Skifahrern am vergangenen Freitag im Schweizer Kanton Graubünden. Die Gruppe wurde von einer Lawine unterhalb des Piz Badus mitgerissen und ganz oder teilweise begraben. Die Schweizer Bergwacht und das Militär unternahmen sofort eine großangelegte Rettungsaktion. Ein deutscher Staatsbürger konnte nur noch tot geborgen werden, während weitere vier Skifahrer leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Die Graubündener Staatsanwaltschaft ermittelt gemeinsam mit der Kantonspolizei im Augenblick nach den Ursachen für das Unglück. 

Mehrere Tote in Österreich 

In Österreich kam es im Salzburger Bereich heute zu gleich zwei schwerwiegenden Lawinenabgängen mit Todesopfern. In Bad Hofgastein wurde gegen 12.30 Uhr eine Skiläuferin vor den Augen ihres Mannes von einer Lawine erfasst und begraben. Die Frau verstarb noch vor Ort trotz intensiver Wiederbelebungsversuche. Gegen 14 Uhr kam der nächste Alarm, dieses Mal im Großarltal. Eine siebenköpfige Gruppe von Tourengehern wurde von einer Lawine begraben. Mehr als 90 Rettungsarbeiter und Lawinenhelfer waren an der Suche nach den Opfern beteiligt. Dennoch konnten vier Mitglieder der Gruppe nur noch tot geborgen werden. Eine Person wurde durch den Lawinenabgang schwer verletzt, eine weitere konnte unverletzt ausgegraben werden.  

Warnungen missachtet 

Auch aus anderen Bereichen in den Alpen wurden heute Lawinen gemeldet, die glücklicherweise niemand verletzten. Die Bergrettung weist darauf hin, dass diese durch unbedachte Skifahrer ausgelöst wurde, und warnt eindringlich vor den derzeitigen Bedingungen. „Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen – leider mit tödlichem Ausgang“, erklärt der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist.“ 

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Alexander Grünstedt