Tragödie am Badestrand von Ägypten

Vor der Küste von Ägypten hat sich ein beispielloses Drama abgespielt. Dabei sind zahlreiche Menschen bei einem illegalen Badeausflug gestorben, als sie sich an einem als gefährlich bekannten Strandabschnitt aufgehalten haben. Das tragische Unglück hat ein Stück weit auch mit dem auch in Afrika grassierenden Coronavirus zu tun.

Vor der ägyptischen Küste am Mittelmeer sind bei dem Versuch, einen Jungen aus dem Wasser zur retten, mehrere Männer ertrunken. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Behörden vor Ort berichteten, starben insgesamt elf Menschen bei dem Unglück.

In der Nähe von Alexandria war demnach zuerst ein kleiner Junge in das Wasser gegangen und sei dabei von der starken Strömung abgetrieben worden. Im Anschluss versuchte ein Mann, ihn aus den Fluten zu retten, kämpfte dabei aber recht bald um sein eigenes Leben. Daraufhin versuchten immer mehr Männer, den jeweils anderen zu helfen. Am Ende waren weitere neun Personen in den Fluten, die allesamt ertrunken sind.

Durch die zahlreichen Felsen und die starken Strömungen gilt die Gegend rund um den Strandabschnitt Palm Beach als hochgefährlich. Besonders pikant an der Sache ist, dass die Badenden eigentlich gar nicht hätte vor Ort sein dürfen. Der Strand ist derzeit wegen der anhaltenden Corona-Krise für Gäste gesperrt. Dies ist auch der Grund, dass, anders als sonst üblich, keine Rettungsschwimmer vor Ort waren. Erschwerend kam noch hinzu, dass sich die Badegäste erst nach dem Untergang der Sonne an und in das Wasser gewagt hatten, um möglicherweise Problemen mit der Polizei aus dem Weg zu gehen. Inzwischen seien mehrere Leichen aus dem Wasser geborgen worden, wie es von den Behörden hieß.

Von Seiten der Bundesregierung wird Ägypten weiterhin als Corona-Risikogebiet eingestuft. Rund 70.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus waren bis zum Ende Juni in dem nordafrikanischen Land gezählt worden. Gestorben sind an der Krankheit etwa 1.600 Menschen. Derzeit sehen sich die Krankenhäuser mit steigenden Infektionszahlen und Patienten konfrontiert und arbeiten an der Belastungsgrenze.

Allerdings ist Südafrika auf dem Kontinent das am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Rund 43 Prozent aller registrierten Fälle sind mittlerweile dort verzeichnet worden. Derzeit gibt es nach Angaben der WHO rund 500.000 Infektionen auf dem gesamten Kontinent.

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