Unfall am Tunneleingang: Autofahrer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt

Auf der Bundesstraße 2 bei Garmisch-Partenkirchen kam es am Samstagvormittag zu einem dramatischen Unfall. Dabei brannte ein Fahrzeug komplett aus, bevor die Rettungskräfte den Fahrer bergen konnten.

Im bayerischen Garmisch-Partenkirchen geriet ein Autofahrer auf der Bundesstraße 2 vor dem Eschenloher Tunnel zunächst auf die Gegenfahrbahn und rammte dann offenbar ungebremst die Stirnseite des massiven Tunnels. Das Fahrzeug wurde dabei im vorderen Bereich zertrümmert und geriet in Brand.

Der Fahrer wurde bei dem Unfall in dem zerstörten Auto eingeklemmt und völlig von den Flammen entstellt, ehe die Einsatzkräfte dem Eingeklemmten bergen konnten. Das Fahrzeug mitsamt Fahrer brannte komplett aus. Laut „merkur.de“ sei der Fahrer jedoch vermutlich bereits bei dem heftigen Aufprall gestorben. Der Unfallwagen trug ein Kennzeichen aus dem Kreis Augsburg. Alter, Herkunft und Identität des Toten konnten noch nicht geklärt werden.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sprach ein Polizeisprecher von einer „stark überhöhten“ Geschwindigkeit. Dennoch sei unklar, warum der Fahrer mit seinem Auto auf gerader Strecke auf die Gegenfahrbahn geriet und ungebremst in den Tunneleingang krachte. Die Polizei habe deshalb einen Gutachter für die Unfallanalyse hinzugezogen. Weitere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Der schwere Unfall ereignete sich gegen 8:00 Uhr morgens. Die B2 musste an der Unfallstelle in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden. Andere Fahrzeuge waren nicht an dem Unfall beteiligt.

In acht Minuten steht ein Auto komplett in Flammen
Laut ADAC Technik-Experte Dr. Christian Buric entstehen Brände in einem Fahrzeug, wenn Kraftstoffleitungen oder der Tank beschädigt werden und sich entzünden. Das Risiko für einen Fahrzeugbrand liege laut ADAC bei unter einem Prozent und wenn ein Pkw einmal Feuer gefangen habe, vergingen bis zu acht Minuten bis das Auto komplett in Flammen stehe.

Wann explodieren Autos?
Anders als in Filmen häufig dargestellt, sei es sehr unwahrscheinlich, dass ein Auto explodiere, führt ADAC-Fachmann Buric aus. In Folge eines Unfalls könne sich jedoch eine Explosion ereignen, wenn Kraftstoff oder Öl austrete und sich Funken bildeten.

Ansonsten sei es aber auch möglich, dass sich im Tank ein gefährliches Gasgemisch befinde, welches durch eine Zündquelle, wie zum Beispiel eine Zigarette in die Luft gehen könne. Dieses Risiko bestehe beispielsweise, wenn der Tank fast leer ist.