Ungeborenes Kind stirbt bei Verkehrsunfall in Bayern

Bei einem Verkehrsunfall in Bayern werden mehrere Erwachsene verletzt und ein ungeborenes Kind stirbt. Die Mutter des Kindes wurde schwer verletzt, der Vater ebenso. Offenbar verursachte ein gescheiterter Überholversuch das tragische Unglück.

Am Mittwochabend verlor eine Hochschwangere ihr ungeborenes Baby bei einem tragischen Verkehrsunfall. Ursache für den Unfall war ein gescheiterter Überholversuch auf der Kreisstraße MN6 zwischen Mindelheim und Mattsies in Bayern. Ausgelöst wurde der Unfall jedoch durch einen Dritten.

Der Unfallverursacher hatte in einer Linkskurve versucht, den vor ihm fahrenden LKW mit Anhänger zu überholen. Als der 89-Jährige beim Überholen den Gegenverkehr kommen sah, versuchte dieser eilig wieder einzuscheren und verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug. Für das entgegenkommende Fahrzeug, in dem sich werdende Eltern befanden, hatte das Manöver eines 89-Jährigen verheerende Folgen. Während der Rentner mit seinem Auto in Schleudern geriet, touchierte er das Fahrzeug des jungen Ehepaares. Dieses geriet dabei ebenfalls außer Kontrolle und kollidierte schließlich frontal mit dem anfangs überholten LKW.

Die hochschwangere Beifahrerin des verunfallten Kleinwagens wurde schwer verletzt und sofort mit einem Rettungswagen ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert, wo sie sich einer Notoperation unterziehen musste. Außerdem veranlassten die Ärzte einen Notkaiserschnitt, um das ungeborene Kind zu versorgen. Wie die Polizei mitteilte, überlebte das Baby der 28-Jährigen das Geschehen nicht. Die Ärzte versuchten das geborgene Kind zu reanimieren, konnten es jedoch nicht mehr retten.

Der dazugehörige Vater wurde ebenfalls schwer verletzt. Der 30-Jährige musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand war so kritisch, dass er den Verlust des Kindes zunächst nicht mitbekam. Der Unfallverursacher sowie der 46-jährige LKW-Fahrer trugen nur leichte Verletzungen davon.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Rentner, der in der der Kurve überholen wollte. Ein Sachverständiger wurde hinzugerufen, um den genauen Unfallhergang unfallanalytisch zu begutachten. Dabei wird unter anderem die Geschwindigkeit aller beteiligten Fahrzeuge eine Rolle spielen.

Der Sachschaden an den verunfallten Autos und dem LKW wird insgesamt auf 26.000 Euro geschätzt. Die MN6 wurde für die Bergungs- und Räumungsarbeiten für vier Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt.