Unglaublich: Neuer TV-Skandal aufgedeckt

Es ist mehr als ein Kavaliersdelikt im Umgang mit GEZ-Gebühren, der jetzt erneut bei einer weiteren ARD-TV-Anstalt aufgedeckt wurde.

Der ARD droht ein weiterer Eklat. Fragwürdige Ausgaben für Schneeraupen und Berater: “Jeder zweite Euro nicht nachvollziehbar”, heißt es vom Bundesrechnungshof.

Über 1,1 Milliarden Euro kostet der Bayerische Rundfunk (BR) im Jahr. Davon stammen 925 Millionen Euro aus dem monatlichen Rundfunkbeitrag, den fast 90 Prozent der Bayern bezahlen. Gut gewirtschaftet wird deshalb trotzdem nicht. Fragwürdige und teure externe Beratung, mangelnde Sparsamkeit, und: bis zu 50% der Ausgaben sind im Nebel verschwunden. Der Bayerische Oberste Rechnungshof kommt zu dem vernichtenden Ergebnis, dass bei 50 Prozent der Kosten des BR nicht erkennbar sei, wofür das Geld überhaupt ausgegeben worden sei.

Im Fokus der Kritik stehen vor allem die Pensionen ehemaliger Angestellter und Beraterverträge. So unter anderem die Höhe einer Zahlung für die vorzeitige Vertragsauflösung des früheren Programmdirektors Kultur, Reinhard Scolik, zum Jahresende 2021. Es könne nicht sein, dass der Sender einem ausscheidenden Direktor eine “hohe sechsstellige Abfindung zahlt und dem Rundfunkrat genaue Informationen vorenthält”, kritisiert auch Helmut Markwort, BR-Rundfunkratsmitglied und Medienmanager. Prinzipiell sei die Altersversorgung ehemaliger Beschäftigter das größte Problem des Senders. Ende 2020 habe das Defizit bei der Altersversorgung 465 Millionen Euro betragen.

Zudem gibt es Unregelmäßigkeiten bei mehreren Beraterverträgen. Tagessätze zwischen 1300 Euro und 1800 Euro sind das übliche Honorar, wenn man den BR berät. Der Sender begründet diese Ausgaben mit „Alternativlosigkeit des Beraters“ oder „Empfehlungen der Geschäftsführung“. Der Rechnungshof kann jedoch nachweisen, dass andere Angebote gar nicht eingeholt worden sind.

Fragwürdig ist auch, dass der BR in München und Nürnberg insgesamt zehn Traktoren und Schlepper besitzt. Die werden nachweislich täglich zwischen 8 und 54 Minuten genutzt. Kostenpunkt: 1,1 Millionen Euro! „Die geringe Auslastung der Nutzfahrzeuge lässt den ORH an einem wirtschaftlichen Betrieb dieser Fahrzeuge zweifeln“, beschreibt der Rechnungshof die finanzielle Verschwendung von Gebührengeldern.

Ein ähnlich unerklärbare Zahl ist die der Journalisten im Hauptstadtstudio Berlin des BR. Ganze 16 Mitarbeiter leistet sich der Sender. „Der BR sollte alsbald die ausstehende und inzwischen auch von ihm für notwendig erachtete Personalbedarfsberechnung durchführen“, fordert der Rechnungshof.

Sowohl die Geschäftsleitung des BR wie auch der Verwaltungsrat wollten sich zu den Vorgängen nicht inhaltlich äußern. 

7 Kommentare

  1. Wie mit unseren Gebühren umgegangen wird ist ein Skandal! Ich fasse es nicht! Dieser Verein muß schnellstens von Grund auf saniert werden! Gehälter werden für Intendanten gezahlt die weit höher sind als dass des Bundeskanzlers 🤢🤢🤢🤬🤬🤬🤬 Weiterhin geht man in Haft wenn man seine GEZ Gebühren nicht zahlt, wo in welchen Deutschland leben wir eigentlich!? Es ist eine absolute Unverschämtheit und Frechheit wie man mit Bürgern umgeht! (Hartz 4 Empfänger ausgeschlossen)
    Ich fordere die Regierung auf den Verein erstmal aufzulösen!

  2. Solche kriminellen Machenschaften gehören vor den EUGH gebracht, wenn der deutsche Rechtsstaat
    selbst nicht in der Lage ist so etwas umgehend zu ändern.
    Wie immer in Deutschland: Der kleine Mann wird abgezockt, bei den Großen werden alle Augen zu
    gemacht, man will das wahrscheinlich gar nicht sehen.

  3. Zur Verschwendung fällt mir folgende Begebenheit ein,die ich bei einem Urlaub auf der Insel Koh Samui-Thailand erlebt habe. Da sitzt der Schauspieler Ottfried Fischer bei einem Bier im
    Lokal Landhaus in Lamai. Dabei eine umfangreiche feiernde deutsche TV-Crew und vor Ort einige große Übertragungswagen des deutschen Fernsehens.Alleine die Anreise und dann Transport per Fähre auf die Insel dieser Lastwagen,die Reise und Unterbringung der Crew war
    bemerkenswert.Gedreht wurde ein kleiner Krimi ,der auf der Insel spielte und später im deutschen öffentlichen TV gezeigt wurde und der mit seiner einfachen Handlung genauso in der Lüneburger Heide hätte gedreht werden könnte.Aber man wollte eben mal nach Koh Samui auf Kosten der Beitragszahler…

    1. Man nimmt eben , was man bekommen kann.,weil es keinerlei Kontrollen gibt.
      Gäbe es neutrale Kontrollmechanismen könnte man schon im Vorfeld entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht. Da es aber keiner Kontrollen gibt, macht sich doch keiner Gedanken darüber, ob Geld sinnvoll ausgegeben wird oder nicht.
      Man bedient sich eben aus dem Gebührentopf. Wenn der anfängt Löcher zu bekommen, so setzen sich die Landeschefs zusammen und beschliessen Gebührenerhöhungen.So einfach ist das.
      Man müsste nur mal wissen, was ein Intendant, Direktor, Abteilungsleiter bei solchen Sendern verdienen und wieviele es davon gibt. Wie hoch die Pensionen dieser Leute ausfallen, wenn die sich zur Ruhe setzen. Oder welche Abfindungen gezahlt werden, wenn da mal einer aussortiert wird ?
      Diese Sender sind Selbstbedienungsläden und bleiben das solange, solange es keine neutralen Kontrollen gibt, welche die Geldverschwendung einstellen.
      Der Sender rbb wäre da ein Beispiel. Die Intendantin hat sich angeblich selber mit einem satten Gehalt belohnt, neben weiterer Zuwendungen auf die man aufgrund dieser Position, Zugriff hat.

  4. ARD ,ZDF abschaffen ,diese Sender senden nur Schrott und verteilen sich das Geld zum Millionen Abfindungen und erhöhen ständig Gebühren der Staat soll es abschaffen. Ich kucke nie ARD und ZDF muss trotzdem für diese Unfähige Sender bezahlen. Die Staatsanwaltschaft soll sich darum kümmern wo das Geld fliesst .Betrügerische ARD und ZDF soll man abschaffen.

    1. Abschaffen dieser Sender wirst du nicht erreichen. Die sind ja verpflichtet, uns mit Nachrichten zu versorgen. Zustimmen kann ich dir, was teilweise die Programme betrifft. Da kommt oft nur Schrott den man uns vorsetzt. Sinnlose Talkshows oder endlose Kochsendungen. Millionen verdienen die Sender durch Werbung, neben den Gebühreneinnahmen in Milliardenhöhe.
      Oder diese Ratesendungen bei denen es ums Geld geht. Oder die Sendung “wer wird Millionär”. Solche Sendungen laufen endlos und die Moderatoren werden zu Millionären. Man muss sich nur mal deren Vermögen anschauen.
      Es sind immer dieselben Gesichter und immer derselbe Schrott. Selbst Schrott lassen sich die Sender viel Geld kosten.
      Für Sportübertragungen, vorallem für Fussball, wird zuviel Geld bezahlt. Vereine die zuviel Geld für die Übertragungsrechte verlangen, sollte man nicht berücksichtigen. Es würde reichen, wenn man die Endergebnisse den Zuschauern mitteilt. Wenn man da mehr Konsequenz zeigen würde, anstatt den Forderungen von Vereinen nachzugeben, würden die sich wohl überlegen, ob es nicht doch besser wäre, weniger Geld zu verlangen, als gar keines zu bekommen.
      Wo Geld aber keine Rolle spielt wie bei den Sendern, weiss man das bei den Vereinen und überspannt eben den Bogen.
      Kontrollen müsste her, welche hier Grenzen setzen. Solange das aber nicht der Fall ist, wird man sich um das Geldausgeben keine Gedanken machen.

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