Verkehrschaos droht: Bahn-Streik am Montag-Morgen

Bahn-Streik zur Rush-Hour! Für Montag-Morgen kündigt sich ein Verkehrschaos an. Auf Grund des Bahn-Streiks werden Millionen Pendler warten oder Alternativen suchen müssen.

Die bereits angekündigten Streiks werden nun konkret und unangenehm: „Der Ausstand wird bundesweit am Montagmorgen von 05.00 Uhr bis 09.00 Uhr dauern“, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Sonntag. Damit wird die Gewerkschaft der Eisenbahner Millionen Pendler zur empfindlichsten Uhrzeit treffen. Sowohl Fernzüge als aus S-Bahnen und der Regionalverkehr können betroffen sein.

Auf Twitter teilte die Deutsche Bahn AG mit: „EVG sagt, sie will Montagfrüh von 5 bis 9 Uhr streiken. Die DB tut alles, um die Beeinträchtigungen für Kunden gering zu halten.“ In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es, die „angekündigten Warnstreiks werden den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beinträchtigen. Mit Störungen ist auch nach dem Ende der Warnstreiks über Stunden zu rechnen.“

Service-Personal wird verstärkt
Weiter teilt die Deutsche Bahn AG in ihrer Pressemeldung mit, dass das DB-Personal für die Betreuung der Reisenden in den Bahnhöfen und bei der telefonischen Auskunft verstärkt werde. Außerdem soll sobald wie möglich eine kostenlose Sonderhotline eingerichtet werden. Bis diese erreichbar ist, empfiehlt die Bahn sich auf der Website, in der DB-App oder über die kostenpflichtige Servicenummer* zu informieren.

Schwerpunkt in NRW
Auf der Unternehmens-Website teilt die Bahn mit, dass der Schwerpunkt der Streiks in Nordrhein-Westfalen erwartet wird. Reisende aus, durch und in die Region empfiehlt die Bahn „bereits heute schon anzureisen bzw. erst am Montag nach dem Streikende.“ Bereits am Sonntag wird mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen gerechnet.

Sparpreis: Tages- und Zugbindung aufgehoben
„Für Reisende mit Flexpreis- und Sparpreistickets mit Gültigkeit am Montag wird die Tages- und Zugbindung aufgehoben und die Tickets können heute (Ergänzung der Redaktion: Sonntag) bereits genutzt werden.“ so die Bahn auf ihrer Website. Auch für Reiserücktritte bietet der Konzern Erstattungen an.

Abgebrochenen Verhandlungen
Grund für die Streikt ist der Abbruch der Tarifgespräche für die Bahnbeschäftigten. Die EVG und die Bahn konnten sich trotz eines dreitägigen Verhandlungsmarathons nicht auf eine neue Tarifordnung einigen. Von Seiten der Gewerkschaft heißt es, dass die Gespräche ohne Ergebnis abgebrochen wurden und es nun unweigerlich zu Warnstreiks kommen werde. EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sagte „Wir werden nicht vom Tisch aufstehen ohne mehr vom EVG-Wahlmodell. Es gibt nur ein EVG-Wahlmodell und das ist nicht verhandelbar.”

*Servicenummer der deutschen Bahn laut Pressemitteilung: 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, bis 60ct/Anruf über Mobilfunk)