Weiten Teilen Deutschlands droht eine Schneekatastrophe

Gewaltige Schneemassen bereiten immer mehr Probleme in vielen Teilen Süddeutschlands. Die ersten Ski-Gebiete schließen bereits die Pisten. Und eine Ende der Winter-Walze ist vorerst nicht in Sicht.

Wegen weiterhin gewaltigen Schneemassen schließen in Bayern immer mehr Ski-Gebiete. Unter anderem geht in Brauneck nichts mehr. „Auf den Bäumen liegt mittlerweile extrem viel und schwerer Schnee“, sagte eine Sprecherin des Ski-Gebiets Brauneck. „Da besteht die Gefahr, dass die Bäume umknicken und auf Pisten und Lifttrassen fallen. Wie lange die Anlagen geschlossen bleiben, können wir nicht abschätzen; es soll ja weiter schneien.“

Auch in Spitzingsee und Sudelfeld fahren nur noch die Lifte in den unteren Lagen und auch an der Zugspitze ist der Skibetrieb komplett eingestellt worden.

Es könnte in einer Schnee-Katastrophe enden

Zunehmend wird die weiße Pracht nur weißen Last. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erwartet Schnee in absoluten Rekordmengen und -höhen und warnt bereits davor, dass das Ganze in einer Katastrophe enden könnte. „Bis Montagmorgen werden in den Alpen noch einmal 1,5 bis 2 Meter Neuschnee erwartet. Morgen früh kann es auch im Osten und Süden Deutschlands bis in tiefe Lagen schneien. Selbst im Westen sind Schneeflocken möglich“ erklärt Jung.

Extreme Gefahren

Der Wetter-Experte rechnet noch im Laufe des Januar mit „Rekordschneehöhen, wie es sie noch nie zuvor seit Beginn der regelmäßigen Messungen gegeben hat.“
Jung weiter: „Die Lawinengefahr erreicht regional bereits jetzt schon die höchste Warnstufe. Jederzeit muss man damit rechnen, dass Lawinen abgehen, Menschen verschüttet oder ganze Dörfer begraben werden. Die Gefahr ist extrem.“

Noch mehr Schnee

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Vormittag besteht ab Dienstagnachmittag, spätestens in der Nacht zu Mittwoch die Gefahr, dass der Schneefall extrem zunehmen wird. Ein DWD-Experte sieht in der aktuellen Wetterlage ein hohes Unwetterpotential.

Folgende amtlichen Unwetter-Warnungen sind für den Nachmittag und den frühen Abend vorhergesagt:

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL gilt ab 16 Uhr in Lindau, Kreis Oberallgäu, Kreis Unterallgäu, Kreis Ostallgäu, Kreis Weilheim-Schongau, Kreis Garmisch-Partenkirchen, Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Kreis Miesbach, Kreis und Stadt Rosenheim, Kreis Traunstein, Kreis Berchtesgadener Land

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKER SCHNEEVERWEHUNG gilt ab 20 Uhr in Kreis und Stadt Passau, Kreis Deggendorf, Kreis Freyung-Grafenau, Kreis Regen, Kreis Straubing-Bogen und Stadt Straubing, Kreis Cham

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL gilt ab 20 Uhr in Vogtlandkreis – Bergland, Erzgebirgskreis, Kreis Zwickau – Tiefland, Kreis Mittelsachsen – Tiefland, Kreis Mittelsachsen – Bergland, Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – westelbisches Bergland, Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Tiefland