

Die Brandkatastrophe im Nachtklub „Le Constellation“ im Schweizer Ort Crans-Montana hat eine noch schlimmere Wende genommen. Jetzt kam heraus, dass die Club-Besitzer möglicherweise mit verbotenen Materialien Wände und Decken gedämmt hatten. Die Behörden vermuten einen sogenannten „Flashover“.
In der Silvesternacht kam es bekanntlich zu einem verheerenden Feuer im Schweizer Nachtklub „Le Constellation“ in Crans-Montana. Mindestens 40 Menschen – die meisten davon Teenager oder junge Erwachsene – kamen ums Leben, mehr als 100 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Der Skiort und ganz Europa stehen unter Schock. Während die Ermittler noch mit der Identifizierung der Opfer beschäftigt sind, wird auch die Brandursache untersucht.
Besitzerin soll dabei gewesen sein
Wie die britische Tageszeitung „Daily Mail“ berichtet, soll der Schweizer Nachtklub im Besitz des französischen Ehepaars Jacques und Jessica Moretti sein. Letztere war wohl auch in der Bar, als das Feuer ausbrach, und überlebte mit leichten Verbrennungen. Laut der französischen Nachrichtenagentur AFP sind beide seit der Tragödie nicht mehr erreichbar. Die Bar verschwand aber schon am Morgen nach der Katastrophe von sämtlichen Social-Media-Seiten.
Verbotene Schalldämmung?
Wie „Inside Paradeplatz“ berichtet, wurden vor allem Bilder, die Decken- und Wandverkleidungen zur Schalldämmung zeigen, aus dem Internet entfernt. Die Schalldämpfung soll in der Bar verwendet worden, obwohl sie „für Gewerbeliegenschaften wie einen Gastrobetrieb (…) entsprechend verboten“ sei. Ein Brandschutzexperte sagte zu „Focus“, dass die „brennend von der Decke tropfende Verkleidung“ eine der Hauptursachen des Brandes sein könnte.
„Le Constellation“ war einer der beliebtesten Treffpunkte des Nobel-Ortes und hatte eine Terrasse im Obergeschoss sowie einen Club im Untergeschoss, in dem DJs auflegten und auch Live-Musik gespielt wurde. Im Lokal finden 300 Gäste Platz. Der Veranstaltungsraum im Untergeschoss, wo das Feuer ausbrach, ist nur durch eine Treppe mit dem Erdgeschoss verbunden.
„Ermittlungen laufen noch“
Béatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Wallis, betonte, dass die Ursache der Tragödie noch untersucht werde. Ob alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden, werde sich erst im Laufe der Ermittlungen herausstellen. Das Schweizer News-Portal „20 Minuten“ zitiert hingegen den Gemeindepräsidenten Nicolas Féraud: Es gebe „die Regel, dass solche Bars und Restaurants jedes oder alle zwei Jahre untersucht werden müssen“, sagte Féraud. „Wir müssen die Frage stellen, ob sich die Besitzer diesen Untersuchungen gestellt haben.“