Berliner Initiative für Enteignung hat 343.591 Unterschriften

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Berliner Initiative, die einen Volksentscheid über die Enteignung von Wohnungen erzwingen will, hat nach eigenen Angaben 343.591 Unterschriften gesammelt. Davon seien geschätzt 240.513 gültig, teilte die "Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen" am Freitag mit. 175.000 gültige Unterschriften würden benötigt.

"Aufgrund der Anzahl an Unterschriften gehen wir davon aus, dass es zum Volksentscheid am 26.09. kommt", hieß es in einer Erklärung. Schon die vorläufige Zahl sei ein Rekord für Volksbegehren in Berlin. Die Initiative will durch einen Volksentscheid über 240.000 Wohnungen der Firmen Deutsche Wohnen, Vonovia, Akelius und anderen "vergesellschaften". "Mit der Vergesellschaftung wollen wir zwölf Prozent der Berliner Mietwohnungen der Spekulation entziehen und dauerhaft bezahlbare Mieten ermöglichen", heißt es zur Begründung. Die Initiative war zuletzt äußerst professionell organisiert. Bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Berlin wurden Unterschriften gesammelt. Die betroffenen Wohnungsbaukonzerne zeigen sich offiziell gelassen. Einerseits gehen sie davon aus, dass eine entsprechende Enteignung verfassungswidrig wäre, andererseits würden sie dafür finanziell entschädigt.

Foto: Protest gegen Deutsche Wohnen, über dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. Wer mehr Eigentum als ich hat, ist ein Verbrecher! Muss nicht nur enteignet werden, sondern ab ins Gefängnis!!
    Ich frage ich allerdings: wenn niemand mehr sicher ist, ob er sein Erspartes sicher investieren kann, ob er dann noch in „Betongold“ investiert.
    Ergebnis: es werden immer weniger Mietimmobilien da sein. Wo wohnen dann diese Enteigner?
    Lösung: im Ausland investieren.

    1. Schuld ist der Staat, bzw. dessen Regierung, die hierzu keine vernünftigen Lösungen findet, geschweige denn irgendwelche Reglementierungen umsetzen möchte. Leider ist es nun mal eben so, dass Menschen für ein angemessenes und würdiges Leben Wohnraum benötigen. Es ist eine Schande, dass in Deutschland Obdachlosigkeit gegenwärtig ist. Und immer mehr Menschen geraten zunehmend unter Druck bei der Stemmung ihrer Wohnkosten. Dies ist nicht nur ein Politikum, es könnte sich auch zu einer Gefahr für die Demokratie entwickeln.

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