Deutschland evakuierte monatlich kaum Ortskräfte aus Afghanistan

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Evakuierung von gefährdeten Ortskräften in deutschen Diensten aus Afghanistan ist nur sehr zögerlich erfolgt. Das geht einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle geht hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. Demnach sind im Januar eine Person und im Februar und März zwei beziehungsweise drei Ortskräfte nach Deutschland eingereist.

Im April, als US-Präsident Joe Biden definitiv den Abzug der US-Truppen angekündigt hatte, wurden sechs Ortskräfte evakuiert, im Mai fünf und im Juni 13. Erst als sich die Situation weiter zuspitzte, erhöhte sich die Zahl der Evakuierten, so im Juli auf 275 und im August auf 356. Insgesamt waren dann bis Ende August den Angaben zufolge 674 Ortskräfte ausgereist. "Die Bundesregierung hat es über Monate hinweg versäumt, gefährdete Ortskräfte in Afghanistan systematisch zu erfassen und nach Deutschland zu holen", sagte Kuhle dem RND. "Dieses Versäumnis hat zu den chaotischen Szenen am Kabuler Flughafen beigetragen und dazu geführt, dass bis heute zahlreiche Ortskräfte Afghanistan nicht verlassen konnten." Diese Menschen seien vor Racheakten durch die Taliban und andere terroristische Gruppen nicht sicher. Es sei jetzt an der Bundesregierung, alles dafür zu tun, dass derart gefährdete Personen sicher ausreisen können. Kuhle übte außerdem Kritik an der Evakuierung der deutschen Botschaft. Auch in diesem Fall habe die Bundesregierung die Warnungen aus der eigenen Botschaft in Kabul und von Diplomaten aus Washington nicht ernst genommen und viel zu spät mit dem Abzug von Botschaftspersonal und Polizeibeamten begonnen. Vor allem die Bundespolizeibeamten, die für den Schutz des Botschaftspersonals zuständig waren, hätten früher gewarnt werden müssen, sagte der FDP-Politiker. Wie aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine weitere Anfrage Kuhles hervorgeht, befanden sich am 13. August 2021 noch 40 Mitarbeiter in Kabul, darunter Angehörige des Auswärtigen Dienstes und 27 zum Schutz entsandte Beamte der Bundespolizei.

Foto: Afghanistan, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. Warum um Himmelswillen sollten diese „Ortskräfte“ denn nach Deutschland geholt werden/ dürfen?
    Sie haben -während sie der Bundeswehr ausgeholfen haben- besser gelebt, als die meisten anderen Einheimischen dort.
    Der Auftrag ist zuende, es sind fremdartige Kulturen…
    -warum also diese Wesen in unser Sozialsystem einschleusen,
    und dann auch noch mit „Familien“-Nachzug???
    Sollten dann auch noch die Chinesen samt Familien nach Deutschland geholt werden
    wenn das Werk dort schließt?
    Wir können doch nicht noch mehr überrant werden, von kulturfremden Leuten,
    die unser Sozialsystem ruinieren und unsere Werte missachten!!!

  2. @Arno Faltin
    Also was unsere D alles in ihren Köpfchen haben …
    Afghanen haben „der Bundeswehr ausgeholfen!“ – weil die eine Panne hatten?
    personell – maschinell – finanziell — oder wie?
    Diese „Wesen“ sind ganz normale Menschen – wie Du und ich.
    Als was sie im Einzelnen angestellt gewesen sind – bei der Dt. Bundeswehr/Dt. Bundesregierung/
    Außenministerium/Verteidigungsministerium – weiß ich nicht.
    Bezahlt wurden sie nach Ortstarif – soweit vorhanden. (Gewöhnlich ist das so.)
    (Wenn dt. Lehrer z.B. meinen, sie müßten in Mexiko/China oder … arbeiten, werden sie auch
    von dortigen Landes/Privatunternehmen nach deren Ortstarifen bezahlt – und nicht „wie in D“ vom Staat.)
    Die Bundeswehr war da nicht zu einer touristischen Bildungsreise –
    auch nicht um Afghanen zu „helfen“
    sondern um den Westen vor einer- „Bedrohung“ zu schützen.
    Weshalb jene Ortskräfte
    die bereit gewesen sind als Übersetzer/Führer/ oder oder für die Bu-Wehr zu arbeiten –
    nun – nach Machtwechsel – ihrerseits in Gefahr sind, weil sie mit Feinden sympathisiert haben.
    Die Gefahr war bekannt, darüber hatte man vorher gesprochen.
    @ Text „geschlafen““verschlafen“ hatte man nicht.
    Sich nur gedrückt – wie gewöhnlich wenn es um personelle Hilfe, Versprechen, Zusagen etc geht …
    Entwicklungen abgewartet –
    wie auch auf allen anderen Gebieten. Man wartet eben ob und bis „das Kind in den Brunnen gefallen ist“ – bis und ob Überschwemmungen – Tsunamis, Fluten – Orkane – Starkregen usw.
    Dürre – Hungersnöte – Feuer etc. eintreten,
    bis wir alle an Plastik – u.a. Müll ersticken, uns vergiften/ vergiftet werden. usw.

  3. Typisch deutsch!!
    Man solle mal endlich die Vergangenheit ruhen lassen!!
    Die afghanische Armee war bestens ausgerüstet und gegenüber den Taliban zahlenmäßig überlegen. Wenn diese dann beim Vormarsch der Taliban alles stehen und liegen lassen und fortlaufen, damit konnte man nicht rechnen. Das heißt auch für mich, sie haben keine Hilfe verdient!!
    Und wir haben schon genug Musleme in D, fremde Kulturen, die unsere Werteordnung ablehnen.
    Auch haben wir unter den Eigenen mittlerweile schon genug Straftäter, dann müssen wir nicht noch weitere importieren!!!!!!!!!!
    Und diese Zuwanderung ist kein Gewinn für D und Europa wie es die Roten, Linken und Grünen propagieren. Der Islam ist eine Gefahr für die zivilisierte westliche Welt!!

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