EU-Abstimmung bringt konkrete Pläne für das Ende der Zeitumstellung

Die Abschaffung der Zeitumstellung ist in aller Munde. Nun wird es endlich konkret. Die EU votierte für das Ende der Zeitumstellung und nennt sogar Termine.

Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments stimmte am Montag für die Abstimmung der Zeitumstellung. 23 der Abgeordneten stimmten dafür, elf dagegen.

Der CDU-Europa-Abgeordnete Peter Liese berichtet, dass die letzte Umstellung 2021 stattfinden soll. Während das EU-Parlament eine zügigere Umsetzung gewünscht hatte, forderten die Verkehrsminister diese lange Zeitspanne. Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) befürchtete einen „Zeit-Fleckerl-Teppich“ in Europa, wenn die Nationen nicht genügend Zeit bekämen, sich zu einigen.

Tatsächlich ist eine Einigung aufgrund der geografischen Entfernungen in Europa nicht einfach. Eine einheitliche Lösung könnte bedeuten, dass in Spanien die Sonne erst um 10 Uhr aufgeht oder dass die Polen schon um drei Uhr nachts von der Sonne geweckt werden.

Dennoch votierten der Agrar-, Industrie-, Binnenmarkt- und der Gesundheitsausschuss für eine schnelle Umsetzung bereits im nächsten Jahr. Voraussichtlich Ende März soll die Vollversammlung des Parlaments final über die Frage abstimmen. Erst dann können die Verhandlungen unter den Mitgliedstaaten beginnen.

Die Diskussion wurde letzten Sommer zum Thema der EU, nachdem in einer europaweiten Abstimmung eine Mehrheit der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt hatte. Jean-Claude Juncker versprach daraufhin: „Die Menschen wollen das, wir machen das“ und legte der EU einen Gesetzesentwurf vor, wonach die Bürger der Europäischen Union bereits diesen März zum letzten Mal die Zeit umstellen müssten. Doch es gab heftigen Widerstand. Zum Einen ging dies den Staaten zu schnell, zum Anderen wurde kritisiert, dass an der Umfrage hauptsächlich Deutsche teilgenommen hatten. Damit sei das Ergebnis nicht repräsentativ für ein europäisches Meinungsbild.