Krankenhausgesellschaft warnt vor Klinik-Insolvenzen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Bund und Länder davor gewarnt, die Kliniken bei der Ausgestaltung des dritten "Entlastungspakets" aus dem Blick zu verlieren. "Wir haben den Eindruck, dass die Bundesregierung glaubt, mit ihrem 200-Milliarden-Hilfspaket Krankenhäuser und andere Unternehmen über einen Kamm scheren zu können", sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem "Spiegel". Das werde aber nicht funktionieren.

Gaß bezog sich auf einen Beschlussvorschlag des Bundes für die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Demnach sollen Bürger sowie Unternehmen zielgerichtet bei den gestiegenen Energiekosten entlastet werden – allem voran mit der derzeit erarbeiteten "Gaspreisbremse". Die Runde der Ministerpräsidenten hatte in der vergangenen Woche noch ausdrücklich eine Hilfe für die Krankenhäuser in ihrem Beschluss gefordert, doch im Entwurf des Bundes finden die von hohen Energiekosten und steigender Inflation betroffenen Kliniken keine ausdrückliche Erwähnung. "Während andere Unternehmen einen Teil der Kostensteigerungen zumindest über Preisanhebungen ausgleichen können, ist dies für Krankenhäuser unmöglich", sagte Gaß. "Wir können auch nicht zeitweise unseren Betrieb einstellen oder Temperaturen absenken, um Kosten einzusparen." Er forderte eine konkrete Hilfszusage des Bundes und der Länder bei der MPK am Dienstag. "Wenn im November in den Kliniken die Weihnachtsgelder ausgezahlt werden müssen, könnten ansonsten bei einem Teil der Krankenhäuser sehr bald die Lichter ausgehen." Nach Angaben der DKG sehen derzeit rund 40 Prozent der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Situation so gefährdet, dass Insolvenzen drohen.

Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

Ein Kommentar

  1. Angeblich sollen weit über 90% der bei uns vorhandenen Gastanks gefüllt sein. Wo also liegt das Problem, was die Gasversorgung angeht ? Für Strom laufen 2 AKW`s weiter und Kohlekraftwerke nehmen ihren Betrieb auf. Also dürfte es auch genug Strom geben.
    Mir scheint, was die Preissituation angeht, das alles eher spekulativ auf dem Markt ist.
    Als festgestellt wurde, dass es bei Nord Stream 1 und Nord Stream 2 Leckagen gibt, stieg der Gaspreis sofort um 8%. Über Nord Stream 2 bekommen wir kein Gas und bei Nord Stream 1 hat Russland die Gaslieferungen eingestellt. Man bezog sich auf diese Leckagen und begründete damit den Preisanstieg. Preisanstieg , obwohl über beide Pipelines kein Gas an uns geliefert wird.
    Klar, wenn man diesen geldgierigen Konzernen das Ruder überlässt, dass diese Jede. Gelegenheit nutzen, um ihre Kassen zu füllen.
    Hier ist unsere Regierung gefragt und muss handeln. Wir sollen sparen , sparen und nochmals sparen , während die Konzerne willkürlich die Preise festlegen.
    Auch wenn noch soviel gespart wird, die Preise aber immer weiter steigen, am Ende sind satte Rechnungen für die Verbraucher die Folge.
    Bei uns wird Jahr für Jahr jede Menge an Geld verschwendet. Mal weniger teure Auslandseinsätze der Bundeswehr und dafür die Milliarden z. B. für die Unterstützung der Krankenhäuser verwenden.
    Immense Summen haben wir bei den Einsätzen in Afghanistan in den Sand gesetzt. Mit diesen Milliarden hätte man alle Schulen, Unis, Kindergärten und Krankenhäuser sanieren können.
    Wir müssen nicht überall auf der Welt mit der Bundeswehr präsent. sein. Derzeit in 17 Staaten.
    Wenn.in der Ukraine der Krieg zugunsten der Ukrainer ausgeht. dann kommen. auf uns Milliarden für den Wiederaufbau zu. Ein Fass ohne Boden.

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