RKI und Paul-Ehrlich-Institut seit Jahren unterfinanziert

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Den Behörden im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums fehlen mehr als 100 IT-Kräfte. Betroffen sind das Robert-Koch-Institut (RKI), das Paul Ehrlich-Institut (PEI) und die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA), geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet. Insbesondere im IT-Bereich fehlt es an Spezialisten.

Am stärksten betroffen ist hiervon das RKI – in der Coronakrise die wichtigste Behörde. Dort wurde 2018 ein Bedarf an 101 zusätzlichen Stellen festgestellt, alle mit Bezug zur Informationstechnologie. Auch die anderen Behörden in Spahns Verantwortung weisen einen Mangel an Digitalexperten auf. Im Paul-Ehrlich-Institut fehlen zudem über alle Abteilungen hinweg Dutzende Mitarbeiter. Jan Korte, Parlamentarischer Geschäftsführer der Linken im Bundestag, sieht das kritisch: "Die strukturelle Unterfinanzierung von Behörden und des Gesundheits- und Sozialsystems muss beendet werden", sagte er der "Welt am Sonntag". Die Bundesregierung hat für Ende März einen Bericht angekündigt, mit dem "Vorschläge zur gesetzlichen, infrastrukturellen und personellen Stärkung des Robert-Koch-Instituts" für die Zeit während der Pandemie gemacht werden sollen.

Foto: Robert-Koch-Institut, über dts Nachrichtenagentur

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