Gefährlich für die Demokratie: Söder sieht Neuauflage der Großen Koalition

Nürnberg (dts/N64) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Neuauflage einer Regierungs-Zusammenarbeit mit der SPD nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. „Es kann ja auch noch einmal eine große Koalition wiederkommen mit der SPD, wenn sie schwächer wird“, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. „Das Entscheidende ist, dass wir stärker sind als die SPD, denn davon leitet sich auch der Führungsanspruch in der Bundesregierung ab.“

Der CSU-Vorsitzende machte deutlich, dass die Union in den letzten zwei Wochen vor der Wahl entschlossen und geschlossen kämpfen werde. „Ich gehe davon aus, dass wir noch eine Chance haben, die SPD abzufangen“, so der CSU-Vorsitzende. Der Parteitag in Nürnberg habe gezeigt, wie geschlossen CSU und CDU agierten und verwies auf die große Zustimmung der Delegierten nach dem Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Laschet. „Heute kann sich keiner beschweren, da kann jedem nur das Herz aufgehen. Ich habe bei der SPD nicht erlebt, dass Olaf Scholz so gefeiert wird, wie Armin Laschet bei uns“, so Söder.

Demokratie-Experten schätzen ein Neuauflage der Großen Koalition als Gefahr für die Demokratie ein: Wähler verlören jegliches Vertrauen in den politischen Einfluss von Wahlen. Egal was der Wähler wählt, am Ende kommt doch wieder eine Groko heraus. Auf Dauer kann dies die deutsche Demokratie noch mehr destabilisieren.

Foto: Scholz, Merkel und Seehofer mit Koalitionsvertrag 2018-2021, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

    1. Frau Kamieth Dr., die intelligente bayerische Bäuerin im bayerischen Dirndl aus Bundeslandeskanzler Söders Reich Bayern?

  1. Gefährlich wird es für eine Demokratie dann, wenn durch Regierungen Entscheidungen gegen die mehrheitlichen Interessen des Volkes getroffen werden, obwohl Letzteres eben diese Regierenden gewählt hatte in dem Glauben und Vertrauen, dass eben diese Regierenden die Interessen des Volkes auch vertreten würden. Langfristig kann so etwas nicht gut gehen, erst recht wenn bei Entscheidungsfindungen der Regierung auch noch externe Berater, Experten und Lobbyisten Einfluss nehmen.

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