Huawei-Gründer bietet Bundesregierung "No-Spy-Abkommen" an

Shenzhen (dts Nachrichtenagentur) – Der Gründer des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei, Ren Zhengfei, hat angeboten, ein „No-Spy-Agreement“ mit der Bundesregierung zu unterzeichnen, um Berlins Sicherheitsbedenken zu beschwichtigen. „Letzten Monat haben wir uns mit dem deutschen Innenministerium unterhalten und gesagt, dass wir bereit wären, ein No-Spy-Agreement mit der deutschen Regierung zu unterzeichnen und zu versprechen, dass Huawei keine Hintertüren in die Netzwerke einbauen wird“, sagte Ren dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) und der „Wirtschaftswoche“ im Huawei-Hauptquartier in Shenzhen. Huawei steht unter Verdacht, für die chinesische Regierung über seine Telekom-Produkte spionieren oder Netzwerke sabotieren zu können.

Huawei hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen. „Ich würde auch die chinesische Regierung dazu drängen, ein No-Spy-Agreement mit Deutschland zu unterzeichnen, indem sich Peking zusätzlich dazu verpflichten könnte, sich an die EU-Datenschutz-Grundverordnung halten zu wollen“, sagte Ren. Derzeit läuft auch in Deutschland eine Auktion von 5G-Frequenzen. Die EU hatte sich kürzlich grundsätzlich offen für den Einsatz chinesischer Technologie beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes gezeigt. Vor allem die USA hatten die Europäer zuletzt jedoch dazu aufgerufen, den chinesischen Telekomriesen Huawei aus Sicherheitsbedenken nicht zu beteiligen.

Foto: Smartphone von Huawei, über dts Nachrichtenagentur

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